Home Rhein-Sieg-Kreis Zukunft des Wohnens
0

Zukunft des Wohnens

0

Es ist eine Krise, die die Menschen weltweit betrifft und in Sorge versetzt. Geschlossene Grenzen, Schulen und Betriebe sowie Ausgangsbeschränkungen sorgen dafür, dass Millionen Menschen zuhause bleiben. Kein Wunder, dass da das Haus, die Wohnung oder das kleine Appartement noch mehr in den Mittelpunkt des Lebens rücken.

Während sich die Menschen in ihr Heim zurückziehen, leiden viele Branchen unter der Corona Krise und darunter leidet auch die Einrichtungsbranche nachhaltig.

Was für die Verbraucher beim Möbelkauf wichtig ist, bewegt auch die Einrichtungshäuser weltweit. Sie sind es gewohnt auf Messen sich einen Überblick zu verschaffen, auf denen man den Sitzkomfort oder die Materialität haptisch spüren kann. Doch das Messegeschäft liegt derzeit weltweit brach. Wie stellt die Branche sich darauf ein?

Aber auch eine ganz neue Herausforderung entsteht durch die Corona-Pandemie: Home-Office. Vor der Krise nicht sehr verbreitet, lediglich in den Niederlanden und Finnland gab es bereits eine nennenswerte Home-Office-Kultur, hat sich das abrupt geändert.
Aber die wenigsten Menschen sind gut darauf vorbereitet und haben einen Arbeitsplatz oder sogar ein Arbeitszimmer. Stattdessen wird improvisiert: Ob Esstisch, Couchtisch oder Bett – Genutzt wird, was da ist.
Multifunktionale, platzsparende Systeme sind deshalb zukünftig gefragt. Denn auch nach der Krise wird Home-Office in unserer digitalisierten Welt ein großes Thema bleiben.

In Zukunft sind die Grenzen zwischen Wohnen und Arbeiten, privat und beruflich also fließend. Das bedeutet, dass bauliche Strukturen ebenso flexibel sein müssen, wie der Mensch. Gebaut wird deshalb multifunktional und nutzungsneutral. Gleichzeitig leben immer mehr Menschen im urbanen Raum. 2019 waren es 54 Prozent der Weltbevölkerung. In Nordamerika sogar 82 Prozent. Mega-Cities, gerade in Asien, entstehen am Reißbrett. Das hat Auswirkungen auf die Wohnfläche.

Geteilt werden zukünftig nicht nur Gemeinschaftsgärten oder Co-Working-Spaces, wie es bereits heute geschieht, sondern auch Küchen oder Wohnzimmer. Durch den kleineren, privaten Wohnraum verändern sich aber auch die Ansprüche an die Möbel.
Gerade der Generation Z ist eine große Wohnfläche aber auch nicht so wichtig. Im Fokus stehen Reisen und Freiheit.
Die junge Generation ist es auch, die das dominierende Thema dieses Jahrhunderts in den Fokus gerückt hat: Den Klimawandel. Mit Folgen für Leben und Wohnen.

Erneuerbare Energien, Elektromobilität und natürliche, nachwachsende Rohstoffe
Auf der internationalen Möbelmessen ist eine erhöhte Nachfrage heute schon spürbar. Hier spiegeln sich gesellschaftliche Trends und Innovationen.
Das sind vor allem Materialien, die seit Jahrhunderten genutzt wurden.
Handwerkskunst erlebt dadurch ein Revival.

Hightech wird sich in der Zukunft zwar auch immer weiter entwickeln und unser Leben beeinflussen, aber das häufig versteckt. Sprachsteuerungen und Smart Home-Lösungen integrieren sich eher unauffällig in den Alltag. Vernetzte Häuser werden 2040 alltäglich sein. Entscheidend für den Erfolg ist aber, dass die innovativen Lösungen den Alltag erleichtern und sich an den Bedürfnissen der Bewohner orientieren. Beliebt sind smarte Lösungen insbesondere wenn sie für Komfort, Sicherheit oder Spaß sorgen.
Bei allen wohnlichen Veränderungen wird eine Wohlfühlatmosphäre, als Ausgleich zur schnelllebigen, digitalen Welt, ein generationsübergreifendes Thema sein.

Corona zeigt uns, dass es gerade diese Kontakte sind, die wir am meisten vermissen. Deswegen wird auch die Zukunft, bei allen technischen Innovationen, das soziale miteinander entscheidend zu unsrem Leben beitragen.

Quelle: hellofootage.com