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Von wildem Müll, Kuriositäten und Kippen
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Von wildem Müll, Kuriositäten und Kippen

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#SanktAugustin #Müll

Sankt Augustin – Rund 350 registrierte Teilnehmer*innen waren dem Aufruf von Bürgermeister Max Leitterstorf zum Sankt Augustiner Frühjahrsputz gefolgt. Es war die fünfte Aktion dieser Art (mit pandemiebedingter Unterbrechung von zwei Jahren), die auch kreisweit durchgeführt wurde. Die Sankt Augustiner haben dem Müll in ihrer Stadt ganz ordentlich Beine gemacht und zahlreiche Säcke zusammengetragen.

Insgesamt 35 tatkräftige Gruppen, darunter Kitas, Schulen, Sportvereine, ein Gesangverein und viele Privatpersonen als Familien oder Nachbarschaftsgruppen aus allen Ortsteilen meldeten sich. Die meisten davon hatten sich bereits in den Voraktionen fleißig engagiert. Nicht nur im Aktionszeitraum vom 19. bis zum 26. März waren täglich Gruppen unterwegs. Auch in der Woche davor und danach wurde gesammelt.

Das passende Werkzeug –  Handschuhe, Zangen und Müllbeutel – stellte wie immer das Umweltbüro der Stadt Sankt Augustin zur Verfügung. Dank der guten Beteiligung konnte das gesamte Stadtgebiet abgedeckt werden.

Während das Team der Kunstschmiede Günther aus Birlinghoven sich wieder einmal das Lauterbach-Ufer vorgenommen hatte und jede Menge Unrat aus dem Wasser zog, sammelten die Mitglieder der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN  in der Siegaue. Auch die Bewohner der ZUE waren in und um das Gelände der Unterkunft unterwegs. KiTas in vielen Ortsteilen starteten mehrfach Sammelaktionen. Bei der KiTa Birlinghoven war sogar Maskottchen „Müllinchen“ mit von der Partie. Als „Hausherren“ nahmen sich die „Niederpleiser Frischlinge“ und Klassen der Pleiser Waldschule wieder „ihren“ Wald vor. Die Frischlinge nahmen die Aktion zum Anlass, ausführlich über Mülltrennung zu informieren und ein eignes Tonnensystem in der Waldkita einzuführen.

Ein Großteil der Fundstücke dürften Masken gewesen sein. Erfreulich wenig Sperrmüll oder Sondermüll wurde gemeldet.

Auf Müll ganz besonderer Art hatte sich die vierköpfige Gruppe um Birgit Pauli aus Hangelar spezialisiert. Zigarettenkippen standen dort im Fokus des Frühjahrsputzes. „Sie werden ansonsten gerne übersehen. Umso wichtiger ist das Aufheben, denn die Filter enthalten einen wahren Cocktail an Giftstoffen“, so Pauli. Bleiben die „Kippen“ in der Natur liegen, genügt bereits ein kleiner Regen, um die enthaltenen Giftstoffe auszuwaschen und in das Grundwasser zu leiten. Ganz nach dem Motto „Nicht schimpfen, sondern aktiv werden und bewusst machen“ verteilte die Gruppe Taschenaschenbecher an Passanten und auch an die Busfahrer der benachbarten Haltestelle. So müssen die Kippen zukünftig nicht mehr auf dem Boden landen.

Die ursprünglich vorgesehene Runde durch die Hangelarer Heide schaffte die engagierte Gruppe nicht, weil schon am Park & Ride Parkplatz so viel Sammelarbeit wartete. Kuriositäten kamen bei ihrer vierstündigen Aktion ans Licht: ein Glasstiefel,  ein Spitzendeckchen und etliche (benutzte) Tee-Beutel.

Bürgermeister Max Leitterstorf zeigt sich begeistert vom wieder einmal großen Engagement der Bürger*innen: „Ich freue mich, dass sich auch in diesem Jahr wieder viele Menschen in Sankt Augustin zur Frühjahrsputzaktion zusammengefunden und dem Müll Beine gemacht haben. Sie alle dokumentieren damit, dass ihnen eine saubere Stadt und der Schutz der Umwelt am Herzen liegen.“

Besonders erfreulich ist, dass sich in den letzten zwei Jahren zahlreiche Sankt Augustiner*innen gefunden haben, die regelmäßig über das Jahr bei ihren Spaziergängen oder in eigens organisierten Aktionen sammeln. So zum Beispiel die Mitglieder der SPD Menden/Meindorf, die Gruppe um Birgit Pauli in Hangelar, der eigens gegründete Verein Yggdrasil aus Menden sowie Familien und Einzelpersonen. Für eine Klasse der Gutenbergschule steht bereits fest, dass der diesjährige Wandertag zum „Frühjahrsputz-Tag“ werden wird.

Und was meinen die Maskottchen der Aktion „Mülli“ und „Müllinchen“ dazu? „Saubere Leistung!“. Wie gut, dass eine Fortsetzung der Aktion im gesamten Kreisgebiet regelmäßig im Frühjahr geplant ist.

Ob gemeinsam oder alleine, wer sich den Sammelgruppen anschließen möchte oder alleine dem Müll weiterhin „Beine machen“ möchte, wird gerne vom städtischen Umweltbüro vermittelt und mit Materialien ausgestattet. Interessierte senden einfach eine E-Mail an umweltprogramm@sankt-augustin.de.

Bild: Was gehört in welche Tonne? Die Kinder der WaldkiTa Niederpleiser Frischlinge üben die Mülltrennung.

Quelle: Stadt Sankt Augustin