Home Sankt Augustin Team des Bauhofs betreut auch öffentliche Spiel- und Bolzplätze
Team des Bauhofs betreut auch öffentliche Spiel- und Bolzplätze Quelle: Stadt Sankt Augustin
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Team des Bauhofs betreut auch öffentliche Spiel- und Bolzplätze Quelle: Stadt Sankt Augustin

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Sicherheit der Spielgeräte hat oberste Priorität

Einmal wöchentlich fahren Beschäftigte des Bauhofs alle öffentlichen Spielplätze auf dem Stadtgebiet an. Die Flächen werden gereinigt, Mülleimer geleert und die Spielgeräte auf Beschädigungen kontrolliert. In Schreinerei und Schlosserei des Bauhofs können viele Reparaturen selbst durchgeführt worden, so kann Zeit und Geld gespart werden.

59 Spielplätze, dazu 24 Bolzplätze, eine Skateranlage, zwei Beachvolleyballanlagen, zwei Streetballanlagen, die Spielflächen im Freibad, den Generationen-Parcours und die zwölf Schulhöfe betreut der städtische Bauhof. Bei der Überprüfung der Spielgeräte werden nicht nur Sichtkontrollen durchgeführt. Mithilfe von Schablonen aus ihrem Prüfkoffer testen die Verantwortlichen, ob Durchlässe ausreichend groß oder klein sind, ob Kapuzenbänder sich verfangen oder Finger stecken bleiben können. Dabei rotieren die Mitarbeiter, die sich alle regelmäßig beim TÜV Rheinland für Spielplatzsicherheit zertifizieren lassen, damit keine Betriebsblindheit entstehen kann. Aus diesem Grund wird auch der TÜV beauftragt, einmal jährlich Prüfungen bei rund 70 Spielflächen durchzuführen.

Der Bauhof der Stadt Sankt Augustin verfügt über eine eigene Schreinerei und eine Schlosserei. Dort werden kleinere Reparaturen genauso wie größere Restaurierungen an Spielgeräten selbst durchgeführt. Aktuell ist ein 40 Jahre altes Karussell in der Schlosserei, das überarbeitet und anschließend wieder eingesetzt wird. Jährlich stehen 100.000 Euro für die laufende Unterhaltung und 8.900 Euro für die Möblierung wie Bänke und Zäune zur Verfügung. Aus diesem Budget werden beispielsweise auch eine Picknicktisch-Garnitur und ein Container für Spielmaterialien für den Spielplatz Johannesstraße angeschafft. Damit soll ein familien- und generationenfreundlicher Ansatz weiterverfolgt werden. Viele Familien nutzen den Platz als sozialen Begegnungsraum. Er ist Standort für Spielwagen- und Ferienaktionen und das jährliche Quartiersfest.

Für den Neu-, Um- und Ausbau von Kinder-, Spiel- und Bolzplätzen (Spielplatzausbauprogramm) sind zusätzlich 50.000 Euro veranschlagt. Bauhof, Grünplanung und der Fachdienst Jugendarbeit legen dabei gemeinsam fest, welche Maßnahmen hiermit umgesetzt werden sollen. 2019 werden 16 Bolzplatztore (rund 22.500 Euro) ausgetauscht, damit diese den aktuellen DIN-Normen entsprechen. In Menden erhält der Spielplatz Johannesstraße eine neue Sechsfach-Schaukel. In Buisdorf wird ein Karussell als Ersatz für eine Schwenkwippe angeschafft. In Hangelar erhält ein Spielplatz am Flugplatz eine Vogelnestschaukel und eine Kleinspielanlage und der Spielplatz an der Graf-Zeppelin-Straße neues Sandspielgerät. Der Bolzplatz Buschweg bekommt Tischtennisplatten. Auf verschiedenen Spielplätzen werden Feder-Wipp-Tiere ersetzt. 2018 lag der Schwerpunkt der Maßnahmen in Niederpleis und Mülldorf.

Ausblick

Kinderspielplätze und Co. sind wichtige Flächen, die Kindern, Jugendlichen, Eltern und Großeltern zur Erholung und Begegnung dienen. Bei entsprechender Ausstattung fördern sie das körperliche, soziale und geistige Wohlbefinden Aller. Gut gepflegt und ausgestattet schaffen sie Lebensqualität und tragen zur Attraktivität der Stadt bei. Die Spielflächen im Stadtgebiet sprechen die unterschiedlichen Altersgruppen an. Es gibt Plätze für die kleinen Kinder aber auch für ältere Kinder. Einige Spielfläche liegen innerhalb der Wohngebiete, andere abseits etwa an der Sieg oder am Flugplatz. In einigen Stadtteilen gibt es viele oder nah beieinander liegende Spielplätze oder Spielplätze, die mittlerweile wenig genutzt werden, weil sich beispielsweise das Wohnumfeld verändert hat.

Um mit den begrenzten finanziellen Mittel weiterhin ein qualitativ hochwertiges Angebot an Spielfläche zu erhalten, wird im Herbst ein Konzept zur Spielplatzentwicklung in Sankt Augustin erstellt. Dabei sollen auch die Veränderungen der Bevölkerungsstruktur in den Wohnquartieren, der Wohnverhältnisse und des Spiel- und Freizeitverhaltens von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen berücksichtigt werden. An der Erstellung des Konzeptes werden auch Spielplatzpaten und das Kinder- und Jugendparlament beteiligt. Das Konzept soll im November 2019 in der Politik beschlossen werden, damit ab 2020 die Umsetzung des Spielplatzausbauprogramms anhand der erarbeiteten Kriterien und Standards erfolgen kann.

Foto: Thomas Förster an einem Karussell

Teilnehmende am Pressetermin:

Rita Zweiböhmer (Leiterin Bauhof)

Michael Voß (Vorarbeiter Spielplätze u.a.)

Thomas Förster (Schreinerei)

Klaus Engels (Fachdienst Jugendarbeit/Verwaltung der Jugendhilfe)