Home Rhein-Sieg-Kreis Sommerhitze in Verbindung mit Trockenheit führt zu hoher Stressbelastung für Pflanzen
Sommerhitze in Verbindung mit Trockenheit führt zu hoher Stressbelastung für Pflanzen Quelle: Landesverband Gartenbau Nordrhein-Westfalen e.V.
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Sommerhitze in Verbindung mit Trockenheit führt zu hoher Stressbelastung für Pflanzen Quelle: Landesverband Gartenbau Nordrhein-Westfalen e.V.

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Friedhofsgärtner als Dienstleistungsbetriebe des Gartenbaues wässern die Gräber

Die derzeitige Wetterlage in Deutschland und insbesondere im klimatisch bevorzugtem Nordrhein-Westfalen beschert uns tropische teils auch subtropische Tages-und Nachttemperaturen. Die Pflanzen reagieren auf diese Situation sehr direkt. Rasenflächen im Begleitgrün sehen aus wie Steppen in Afrika, weichlaubige Pflanzen, zu den auch nahezu alle Beet-und Balkonpflanzen der Wechselbepflanzungen auf Grabstätten zählen, kommen mit ihrem Wasserhaushalt in starke Bedrängnis. Die Pflanze benötigt große Mengen Wasser für die tagsüber durch die Sonneneinstrahlung ausgelöste Photosynthese. Ab 25 Grad Celsius stehen Pflanzen unserer Breitengrade unter echtem Dauerstress und irreversible Trockenschäden sind nicht auszuschließen.

Die Situation ist in 2019 noch schlimmer als im schon trockenen Vorjahr, da die Niederschläge Herbst, Winter und Frühjahr 2018/2019 den Boden nicht auf die sonst üblichen 80 cm Tiefe durchfeuchtet haben. Somit sind kaum Wasserreserven in den Oberböden.Aus diesem Grund führen NRW’ s Friedhofsgärtner als Dienstleister ihrer Kunden seit Fertigstellung der Sommerbepflanzung verstärkt Gießeinsätze als Serviceleistung durch, um die Pflanzen trotz schlechter Bedingungen am Leben zu halten. Generell handelt es sich bei Pflanzen um lebende Organismen, die zum Überleben notwendige Rahmenbedingungen wie Sonne, Wasser und Luft benötigen. Trotz allem Einsatzes kann es dennoch zu Ungleichgewichten führen und die Pflanzen Schaden nehmen. Deshalb können auch keine Garantieaussagen der Friedhofsgärtner imRahmen ihrer Arbeit ausgesprochen werden.

In der Regel verwenden Friedhofsgärtner von der Berufsgenossenschaft zugelassene selbstfahrende Arbeitsmaschinen mit geräuscharmen Viertaktmotoren und Gießpumpen als Anbaugeräte. Hierauf in den Morgen-und Abendstunden vollständig zu verzichten, ist in den oben beschriebenen meteorologischen Ausnahmesituationen den Mitarbeitern nicht möglich, die selbst schon am Rande der Belastbarkeit bei diesen Temperaturen arbeiten. Anwohner von Friedhöfen sollten der derzeitigen Situation auch die positive Seite abgewinnen. Durch die Bewässerung in den Abendstunden entsteht an der Wasseroberfläche am Boden oder auf den Blättern sogenannte Verdunstungskälte, die das Kleinklima für den Menschen wohltuend spürbar abkühlend beeinflusst. In südlichen Ländern wird dieser Effekt z. B. in den Sommermonaten aktiv durch das Besprühen der Straßen mit Wasser genutzt. Bei einem Spaziergang im Laubwald ist dieser Effekt sofort angenehm wahrnehmbar. Fachverband Friedhofsgärtner Nordrhein-Westfalen, im Juli 2019