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„Ring frei“ für die Jungs aus der Vogelsangstraße

„Ring frei“ für die Jungs aus der Vogelsangstraße

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#niederkassel

Kräftemessen, Ringen und Raufen standen Anfang des Jahres auf der Tagesordnung bei den Jungs, die im Sommer in die Schule kommen. Dies gehört entwicklungsbedingt zum „Groß werden“ dazu. Vor allem Jungs wollen ihre Kräfte erproben, sich mit und an Anderen messen. Sie wollen und müssen Erfahrungen mit körperlicher Nähe und Distanz, bzw. mit eigenen und fremdem Grenzen sammeln. Aber es sollte nicht über gewisse Grenzen hinausgehen. Wir führten Gespräche zum Thema „Gefühle und Emotionen“ mit den Kindern durch und haben uns dann noch Unterstützung von einem „Profi“ geholt. Die Eltern waren von Anfang an involviert und waren begeistert von der Idee. Der Inhaber und Trainer vom Boxclub in Rheidt Stefan Krengel war bereit, uns seine Unterstützung anzubieten. Die waren von Anfang an sehr begeistert. „Wenn ihr nicht wisst, was ihr mit eurer Kraft machen sollt, dann macht Sport!  Boxen ist so ein Sport!“ So begann er sein Gespräch mit den Kindern. Im Austausch wurde ihnen vermittelt, dass man nicht sinnlos schlägt und wahllos Verletzungen Anderer in Kauf nehmen darf. Er erklärte den Jungs, dass man beim Boxen auf den Handpratzen, so nennt man kleine Schlagpolster, die der Trainer an den Händen trug oder auf einen Boxsack auch seine Kräfte messen kann. Die Trainingsstunden begannen die Kinder mit einer Aufwärmphase. Schon da kamen die Kinder ordentlich ins Schwitzen. Jedes der Kinder bekam Boxhandschuhe angezogen, das war ein Highlight, da noch keines der Kinder jemals Boxhandschuhe getragen hatte und durfte dann auf den vorher beschriebenen Handpratzen boxen. Hier konnten sich die Jungs richtig auspowern. Die Freude war jedes Mal riesengroß, wenn der Tag näher rückte, an dem der „Trainer“ zu Besuch war. Die Trainingsstunden spiegelten sich im Kita-Alltag wieder, wir konnten schnell beobachten, wie der Umgang der Kinder untereinander respektvoller und wertschätzender wurde. Den Kindern ist es noch einmal mehr bewusster geworden, was es heißt, wenn ich einem Kind weh tue. Wir danken Herrn Krengel herzlich für seinen engagierten und unentgeltlichen Einsatz und hoffen, dass er uns weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen kann.

Quelle: Stadt Niederkassel