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KLAUS DER GEIGER und MARIUS PETER am Freitag, den 27. Oktober 2023 um 20 Uhr im Stadtmuseum Siegburg

#Siegburg #Konzert

Improvisationen, Jazz und vor allem die revolutionäre argentinische Tangomusik Astor Piazzollas

Einer der bekanntesten Straßenmusiker Deutschlands, für sein Lebenswerk längst schon geehrt, trifft auf einen mit zahlreichen Preisen ausgezeichneten aufstrebenden Musiker der Kölner Musikszene.

Lebensgefühl, rhythmische Finesse und ein vitaler Puls zeichnen ihre Musik aus. Die Wurzeln des traditionellen Tangos werden erweitert und immer stärker mit Elementen der Klassik, moderner Konzertmusik und Jazz verwoben. Beide Musiker widmen sich mit großer Spielfreude dieser Musik.

Kennengelernt haben sie sich unmittelbar auf der Bühne während eines Konzertes. Harmonie und spontane Interaktion stellten direkt eine Verbindung dar. Gemeinsam ist beiden zudem die akademische Ausbildung im Bereich Klassik und Jazz. Ihr kammermusikalisches Projekt mit Geige und Gitarre ist ein gutes Beispiel dafür, dass gerade Musik generationsübergreifend bestens funktioniert: Ein Veteran und ein Bachelor of Music der Hochschule für Musik und Tanz Köln haben sich gefunden.

Die Veranstaltung wird gefördert und veranstaltet von Frau Dr. Irene Pigulla.

Tickets: 14,60 € | erm. 10,00 €
https://events.siegburg.de/Veranstaltungen/Klaus-der-Geiger-und-Marius-Peters.html

Videos: https://www.klausdergeiger.de/piadolla.shtml

Über die Künstler

Klaus der Geiger „Leben heißt nicht haben, sondern sein“

Klaus von Wrochem alias Klaus der Geiger ist der wohl prominenteste Straßenmusiker Deutschlands; seine Markenzeichen sind Latzhose und Violine. Als Klaus von Wrochem 1970 nach fünfjährigem Aufenthalt in den Vereinigten Staaten nach Köln kommt, wird aus dem promovierten Dozenten für zeitgenössische Musik und Orchestermitglied Klaus der Geiger. Er warf die Vorstellung einer normalen Musikerkarriere ebenso über den Haufen wie eine bürgerliche Lebensplanung. Zahllose Proteste gegen Krieg, Rassismus, Umweltverschmutzung und Fremdenfeindlichkeit wurden von ihm musikalisch und inhaltlich begleitet.

Der Künstler bespielte eine in den frühen 70er Jahren vollkommen neue Konzertbühne – die Straße. Zunächst wollte er Alltagserfahrungen in Musik ausdrücken; als er aber zunehmend in Konflikt mit kommunaler Ordnungspolitik geriet, wurde Klaus der Geiger politisch: Bissige Konsumkritik, Anprangern von Profitinteresse und politischer Gewalt. Jahrzehntelange spielte Klaus der Geiger auf der Kölner Schildergasse. Bundesweit bekannt („Asphalt- Paganini“) wurde er durch seine Auftritte bei fast jeder größeren links-politischen Aktion. Der Herstatt-Blues, der Kriminal-Tango und andere Politsongs auf selbst gereimte Texte sind heute Klassiker der Protestmusik.

In seiner Musik bedient er sich virtuos aus verschiedenen Musikstilen. Über seine Spielweise als Geiger sagt er, sie sei ziemlich brutal, denn: „Ich hab einen Rundbogen und das ist dann immer sehr kurz und knapp, also hau ich sozusagen mit dem Bogen immer so rhythmisch drauf. Das ist meine Art zu spielen.“

Neben zahlreichen Konzerten mit verschiedenen Formationen leitet er das Orchester des Kölner Kunstsalons, gibt Kurse in Improvisation (u.a. LAG Musik NRW; Musikschule Papageno, Köln; Festival Vielsaitg, Füssen) und ist hin und wieder in Funk und Fernsehen zu hören bzw. zu sehen.

Marius Peters

Das Leben des Kölner Gitarristen für Klassik und Jazz verlief ganz anders und musikalisch dann doch so gleich. 50 Jahre jünger als Klaus der Geiger errang Marius Peters zahlreiche 1. Preise bei nationalen & internationalen Gitarrenwettbewerben. Sein Studium, zunächst in Osnabrück, dann an der Hochschule für Musik & Tanz Köln schloss er mit Bestnote ab. Renommierte Festivals, Konzerte und CD-Produktionen führten ihn durch ganz Deutschland und Teile Europas. Marius spielt in verschiedenen Bands und Besetzungen sowie als Bandleader bei eigenen Projekten. Trotz seines jungen Alters blickt er schon auf große Bühnenerfahrung zurück.

Seit zehn Jahren touren Klaus der Geiger und Marius Peters zusammen durch ganz Deutschland und spielen auf den großen und kleinen Bühnen. Jedes Konzert ist ein besonderes und einzigartiges Erlebnis. Mal begleitet der eine mit seiner Gitarre, mal der andere mit der Geige – dabei entstehen rasante Improvisationen, weitschwingende Melodiebögen, intime Balladen und immer wieder überraschende Klänge.
Kennengelernt hatten sie sich direkt auf der Bühne; und es muss musikalische Liebe auf den ersten Ton gewesen sein, denn eigentlich war Klaus drauf und dran, Marius Auftritt zu sprengen. Ohne Ankündigung sprang er auf die Bühne und fiedelte mit. Und so beschlossen die beiden, diesem ersten Zusammenspiel noch viele weitere folgen zu lassen.

Quelle: Stadt Siegburg

Foto: Volker Neumann