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Mit dem Rad zur Arbeit, Stadtradeln, Siegtal pur
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Mit dem Rad zur Arbeit, Stadtradeln, Siegtal pur

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“Experten sind sich einig: Radfahren ist gerade in Zeiten von Corona sinnvoll. Es beugt Bewegungsmangel vor, sorgt für frische Luft und ist insgesamt enorm wertvoll für Leib, Seele und Wohlbefinden. Gleichzeitig entgeht man durchs Rad der Enge öffentlicher Verkehrsmittel und leistet so aktive Gesundheitsvorsorge. Fazit: Radfahren im Sommer 2020 – nicht trotzdem, sondern deshalb!” Das Zitat stammt von der Website der seit vielen Jahren erfolgreichen Aktion “Mit dem Rad zur Arbeit”. Doch die Maßnahmen zur Pandemie verbieten Großveranstaltungen, setzen auf Kontaktverbote und appellieren, möglichst zuhause zu bleiben, Eltern betreuen ihre Kinder im Homeoffice. Und so entwickelt sich auch das Fahrradjahr 2020 ganz anders, als erwartet.

Beginnen wir mit der Aktion “Mit dem Rad zur Arbeit”. Die Herausforderung, eigentlich: Zwischen dem 1. Mai und 31. August an 20 Tagen auf dem Drahtesel zur Firma rollen. Das fällt jedoch schwer, wenn das Büro in die eigenen vier Wände gezogen ist. Die Veranstalter, AOK und ADFC, haben darauf reagiert. Die Aktion startet in diesem Jahr nicht am Tag der Arbeit, sondern später (derzeit wird Montag, 1. Juni, angepeilt), wird dafür bis in den Herbst – “mindestens Ende September” – verlängert. Der Aktionskalender wird trotzdem am Freitag, 1. Mai freigeschaltet. Es bleibt also ein Monat mehr, um das Aktionsziel zu erreichen. Und: Auch Fahrten rund um das Homeoffice zählen.

Beim “Stadtradeln”, bei dem man in drei Wochen Kilometer für seine Kommune sammelt, wird verschoben. Der Startschuss fällt daher nicht am Freitag, 8. Mai, sondern erst später im Jahr, wahrscheinlich im Oktober. Gründe dafür gibt es viele. So möchte man den Radaktionstag auf dem Bonner Münsterplatz nicht ausfallen lassen, ebenso wenig die geplanten Sternfahrten. Zudem soll vermieden werden, “dass die Aktion als Aufruf zu gemeinsamen Radtouren missverstanden wird”, wie der Rhein-Sieg-Kreis mitteilt. “Hinzu kommt, dass derzeit viele Radler nicht oder nur eingeschränkt an der Aktion teilnehmen könnten, da mehr Menschen als üblich im Homeoffice arbeiten und viele Fahrten zur Arbeitsstätte entfallen.“

Zum Schluss werfen wir einen Blick auf “Siegtal pur”, geplant für Sonntag, 5. Juli: Im letzten Jahr schoss die damals vierjährige Leonie Charlotte noch “wie der Blitz” über die autofreie Wahnbachtalstraße, wie das Foto von Anita Schrooten beweist. In diesem Jahr, einem Jubiläumsjahr, fällt die 25. Auflage des Events aus. Die nächste Chance, muskelbetrieben 120 Kilometer Straße zwischen Netphen und Siegburg unter die Räder zu nehmen, gibt es am Sonntag, 4. Juli 2021.

Quelle: siegburgaktuell