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Meilenstein für die Stadtbahn Niederkassel

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#Niederkassel #RheinSiegKreis

Am Donnerstag, 12. Januar 2023, hat NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer in Niederkassel einen Zuwendungsbescheid über rund 5,2 Millionen Euro an den Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, Sebastian Schuster, überreicht. Die Durchführung der Planung des Stadtbahnprojektes Bonn – Niederkassel – Köln bis zur Leistungsphase IV wird vom Land NRW aus Mitteln des Förderprogramms „FöRi-Planungsvorrat“ unterstützt. Das Projekt umfasst die Schaffung einer rechtsrheinischen Stadtbahnverbindung zwischen Köln und Bonn nach dem Vorbild der linksrheinischen Linien 16 und 18 (Rheinufer- und Vorgebirgsbahn). Die von der Stadtbahn von Nord nach Süd zu durchquerende Stadt Niederkassel ist aktuell die größte Stadt im Verkehrsverbund Rhein-Sieg ohne Bahnanschluss. Innerhalb von Niederkassel soll die Stadtbahn die bestehende Eisenbahnstrecke der RSVG benutzen, die dafür ausgebaut wird.

Beteiligt an dem Projekt sind der Rhein-Sieg-Kreis mit den kreisangehörigen Städten Niederkassel und Troisdorf, die Stadt Köln und die Bundesstadt Bonn.

Umwelt- und Verkehrsminister Oliver Krischer: „Der ÖPNV ist für die Landesregierung ein Baustein der Mobilität der Zukunft. Nur durch mehr solcher regionalen Vorhaben überzeugen wir die Menschen, ihr Auto ohne Komforteinbußen stehen zu lassen und auf die Bahn umzusteigen. Der Schienenausbau ist ein zentraler Baustein für den Klimaschutz – deshalb will die Landesregierung den ÖPNV deutlich stärken.“

Stephan Vehreschild, Bürgermeister der Stadt Niederkassel: „Die Stadtbahn ist ein mit nichts zu vergleichender Schritt in Bezug auf Mobilität und ökologischer Verkehrsentwicklung. Besonders für die Stadt Niederkassel, als verbindende Kommune zwischen Köln und Bonn, ist eine Anbindung als Lückenschluss des ÖPNV im Schienennetz von elementarer Bedeutung. Die Bürgerinnen und Bürger der gesamten Großraumregion würden von der hochattraktiven ÖPNV-Verbindung partizipieren. Auch für unsere städtebauliche Entwicklungen werden sich neue Perspektiven ergeben. Die offensichtliche Zustimmung in der gesamten Bevölkerung und Politik zeigt, wie sehnlichst auf die Stadtbahn gewartet wird. Alle Beteiligten sind gefordert in einem konstruktiven Miteinander, wie es bildlich sicherlich passend ausgedrückt werden kann, Dampf auf den Kessel zu bekommen und die Schienen vorzubereiten.“

„Gemeinsam lässt sich viel bewegen! Ich freue mich über den Förderbescheid und verbinde damit den Wunsch, dass alle heute hier Anwesenden dieses wichtige Projekt – wofür wir einen langen Atem brauchen – immer unterstützen werden! Die Stadtbahnlinie 17 ist ein Meilenstein für nachhaltige Mobilität und den Klimaschutz!“, unterstreicht Sebastian Schuster, Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, die Bedeutung, welche die Umsetzung dieses Verkehrsprojekts für die Menschen und für die weitere Attraktivität der Region hat.

Bonns Oberbürgermeisterin Katja Dörner: „Das Stadtbahnprojekt hat eine große Bedeutung für die Stärkung des Öffentlichen Personennahverkehrs in der Region. Die finanzielle Förderung durch die Landesregierung unterstützt uns in unserem Vorhaben. Dadurch können wir 60.000 Menschen in der Region eine direkte und attraktive Schienenverbindung nach Köln und Bonn ermöglichen. Ich freue mich, dass wir zusammen mit allen beteiligten Partnerinnen und Partnern mit diesem Projekt einen weiteren wichtigen Baustein der Mobilitätswende umsetzen können.“

Alexander Biber, Bürgermeister der Stadt Troisdorf: „Die südlichen Stadtteile von Troisdorf haben in den letzten Jahrzehnten als Wohnort für Pendler nach Bonn und Köln erheblich an Bedeutung gewonnen. Die Stadtbahn ermöglicht eine umweltverträgliche Abwicklung dieser Pendlerströme. Ergänzend wird die vorhandene „Balkanroute“ für Pendler aus Köln und Bonn eine zügige und umweltfreundliche Rad-Verbindung nach Troisdorf bieten.“

Ascan Egerer, Beigeordneter für Mobilität der Stadt Köln, kommentiert hierzu: „Ich freue mich, dass mit der Förderung des Landes die Realisierung des für die Region und die Stadt Köln bedeutenden Verkehrsprojektes deutlich näher rückt. Attraktive und schnelle Schienenverbindungen zwischen den Zentren Bonn und Köln sind der Schlüssel, um weitere Pendlerinnen und Pendler in der Region zum Verzicht auf die Pkw-Nutzung zu motivieren. Wir alle stehen im Sinne der Klimaschutzziele und der angestrebten Klimaneutralität unserer Städte in der Verantwortung den Umweltverbund massiv auszubauen.“

Norbert Reinkober, Geschäftsführer „go.Rheinland“: „Der Lückenschluss im Stadtbahnnetz wird den ÖPNV in dieser Region auf eine ganz neue Ebene hieven. Daher freuen wir uns sehr, dass durch die vom Land zur Verfügung gestellten Millionen die Planungen jetzt richtig Schwung aufnehmen können.“

Hintergrund

In den vergangenen Jahren konnten die Voruntersuchungen für das Stadtbahnprojekt Bonn – Niederkassel – Köln abgeschlossen werden. Dies beinhaltete insbesondere die Prüfung der technischen Machbarkeit und der Rahmenbedingungen für eine Einbindung in die bestehenden Stadtbahnnetze von Köln und Bonn, die Festlegung einer Vorzugstrasse sowie die Durchführung einer Nutzen-Kosten-Untersuchung. Zudem wurde mit den beiden Verkehrsministerien auf Bundes- und Landesebene abgestimmt, dass die Realisierung des Projektes grundsätzlich aus Mitteln des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG) finanziell förderfähig ist. Am 09.03.2022 wurde das Stadtbahnprojekt per Beschluss des Verkehrsausschusses des Landtages in den ÖPNV-Bedarfsplan sowie den ÖPNV-Infrastrukturfinanzierungsplan Nordrhein-Westfalen aufgenommen. Auf dieser Grundlage haben der Kreistag bzw. die Stadträte der drei zuständigen ÖPNV-Aufgabenträger Rhein-Sieg-Kreis, Stadt Köln und Bundesstadt Bonn im Sommer 2022 die Einleitung der nächsten Planungsschritte beschlossen. Konkret handelt es sich um die Planung bis zur Leistungsphase IV (Genehmigungsplanung) der HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) einschließlich einer vorlaufenden Machbarkeitsstudie für die erforderliche Rheinquerung. Erst nach Abschluss dieser Arbeiten kann im Rahmen eines Planfeststellungsverfahrens dann auch tatsächlich Baurecht für das Stadtbahnprojekt hergestellt werden. Aufgrund der Komplexität und des Umfangs des Gesamtvorhabens wird die Realisierung aller Voraussicht nach in mehreren Baustufen erfolgen.