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Kölner Zoo zeigt erstmals männliches Erdferkel
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Kölner Zoo zeigt erstmals männliches Erdferkel

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„Dobby“ – so lautet der Name des männlichen Erdferkels, das seit kurzem auf der Anlage im Hippodom des Kölner Zoo zu sehen ist. „Dobby“ ist der erste Erdferkel-Mann, der im Kölner Zoo lebt. Er soll schon bald mit Erdferkel-Dame „Himba“ Nachwuchs züchten. Die ebenfalls im Kölner Zoo lebende „Curly“ ist aktuell zeitweise von ihren beiden Artgenossen separiert. Sie ist eine Halbschwester von „Dobby“ und kommt daher als Zuchtpartnerin nicht in Frage. Bei der Gestaltung der 2017 eröffneten Erdferkel-Anlage hat der Zoo eigens eine artgerechte Separierungsmöglichkeiten mitgeplant und nun errichtet.

„Dobby“ ist zweieinhalb Jahre alt. Er kam aus dem ostenglischen Zoo Kessingland nach Köln. Erdferkel sind in jeglicher Hinsicht sehr ungewöhnliche Tiere. Als einzige Vertreter einer eigenen Ordnung und Familie der Säugetiere, der sogenannten Röhrenzähner, sind sie in ihrer Verbreitung auf den afrikanischen Kontinent beschränkt. Dort bewohnen sie nahezu alle terrestrischen Lebensräume. 

Mit ihren kraftvollen und schaufelartig bekrallten Vorderbeinen graben sich Erdferkel mühelos in Termitenbauten und Bodennester von Ameisen, von denen sie sich hauptsächlich ernähren. Durch ihren hervorragenden Geruchsinn finden sie ihre Beute, wobei lange Haare in den Nasenöffnungen der langgezogenen Schnauze gegen das Einatmen von zu viel Staub schützen. Einmal freigelegt, lecken Erdferkel die Ameisen und Termiten zu Tausenden mit ihrer 30 Zentimeter langen und klebrigen Zunge auf. 

Das Erdferkel ist ein kompakt gebautes Tier. Es besitzt einen kräftigen Leib mit markant aufgewölbtem Rücken, einen verhältnismäßig kleinen Kopf und einen langen, fleischigen Schwanz. Die Ohren sind tütenförmig und ihre Körper größtenteils nur leicht behaart. Dies hat ihnen den Vergleich mit Schweinen eingebracht. Erdferkel sind jedoch eher mit Elefanten, Seekühen, Schliefern und Rüsselspringern verwandt als mit den Paarhufern. 

Die Tiere leben im Freiland meistens allein und sind nachtaktiv. Sie lassen sich im Zoo auf Aktivitätsphasen am Morgen und am Abend lenken und in kleinen Gruppen halten. Im Freiland schlafen Erdferkel tagsüber in selbst gegrabenen Erdhöhlen. Im Kölner Zoo schlafen sie in einer künstlich gebauten Höhle mit Besuchereinblick durch eine Scheibe. In Deutschland werden nur in drei weiteren Zoos Erdferkel gehalten, in Berlin, Frankfurt und Saarbrücken. Erdferkel können in Zoos bis zu 30 Jahre alt werden.

Quelle: Kölner Zoo

Fotos: Werner Scheurer