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Klinik für Palliativmedizin am UKB erhält Bild einer trauernden Angehörigen
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Klinik für Palliativmedizin am UKB erhält Bild einer trauernden Angehörigen

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#bonn

Die Traumatherapeutin Melitta Schneider hat während der Corona-Pandemie einen guten Freund verloren. Weil Patientinnen und Patienten nur eingeschränkt besucht werden können, konnte sie sich nicht persönlich von ihm verabschieden. Zur Verarbeitung der Situation hat sie stattdessen ein Bild gemalt und dieses der Klinik für Palliativmedizin am UKB geschenkt. Da viele Angehörige vor einer ähnlichen Problematik wie Frau Schneider stehen, bietet das UKB ein Entlastungsangebot für Betroffene, die Hilfe suchen, an.

Patientinnen und Patienten am Universitätsklinikum Bonn (UKB) müssen während der Corona-Pandemie umso mehr vor einer möglichen Ansteckung geschützt werden. Einschränkte Besuchsmöglichkeiten können andererseits aber sowohl Patientinnen und Patienten, als auch Angehörige stark belasten. Die Traumatherapeutin Melitta Schneider hat während der Pandemie einen guten Freund verloren. Da direkte Angehörige im Rahmen der eingeschränkten Besuchsmöglichkeiten Vorrang haben, konnte sie sich nicht mehr persönlich von ihm verabschieden. Zur Bewältigung ihrer Trauer hat sie stattdessen ein Bild gemalt und der Palliativstation am UKB geschenkt. Prof. Lukas Radbruch, Direktor der Klinik für Palliativmedizin am UKB: „Es ist uns ein besonderes Anliegen, dass unsere schwerkranken Patientinnen und Patienten weiterhin von ihren engsten Angehörigen besucht werden können. Das Bild von Frau Schneider zeigt aber auch, dass andere Wege der Verarbeitung möglich sind, wenn der letzte Abschied wegfallen muss.“ 

Das Bild der Traumatherapeutin heißt „Transzendenz – oder wenn die Seele den Körper verlässt“ und kann anderen Angehörigen in der Klinik für Palliativmedizin von nun an Mut machen und Trost spenden. Melitta Schneider: „In meiner Arbeit als Traumatherapeutin habe ich die Erfahrung gemacht, dass Bilder, aber auch Gedichte Angehörigen dabei helfen können, sich von den Sterbenden loszulösen. Sterben ist in der Gesellschaft nach wie vor ein Tabuthema, umso wichtiger ist die hervorragende Arbeit von Palliativstationen, wie der am UKB, die Patientinnen und Patienten auf Ihrem letzten Weg begleiten und Angehörigen zur Seite stehen.“ Da viele Angehörige durch die ungewohnten und eingeschränkten Besuchsmöglichkeiten seelisch sehr belastet sind, bietet das UKB bereits seit dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 die Möglichkeit zu Entlastungs- und Beratungsgesprächen an. Hierfür steht Renate Kunz, Pflegeexpertin für psychosoziale Beratung und Dipl. Sozialarbeiterin, von Montag bis Freitag zwischen 10 Uhr und 16 Uhr unter renate.kunz@ukbonn.de oder 0151 440 48460 zur Verfügung. Wichtig ist, dass während des Gesprächs ausschließlich die Situation der Angehörigen behandelt werden kann, Auskünfte zum Gesundheitszustand der Patientinnen und Patienten sind nicht möglich. 

Quelle: Universitätsklinikum Bonn (UKB)