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Kitas gemeinsam erhalten, mit Konzeption Kirche weiter gestalten

Kitas gemeinsam erhalten, mit Konzeption Kirche weiter gestalten

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#RheinSiegKreis #Kirche

Menschen eine gute Erfahrung mit evangelischer Kirche ermöglichen. Kindern und ihren Familien eine spirituelle Heimat anbieten und von Gott erzählen. Diese Überlegungen gehören zu den Beweggründen der Kreissynode, die gemeindlichen evangelischen Kindertagesstätten zu unterstützen. „Für Kinder und ihre Eltern da zu sein, ist eine hohe Verantwortung, die wir trotz großer Herausforderungen weiterhin übernehmen wollen“, wie Superintendentin Almut van Niekerk sagte. Und so entschied die Kreissynode mit großer Mehrheit folgende innerkirchliche Finanzhilfe: Die Hälfte des Trägeranteils der Gemeinden, die eine Kita haben, wird befristet für drei Jahre solidarisch auf die Gesamtheit aller Gemeinden umgelegt, um die Abgabe von Kitas zu verhindern. 

Damit sollen die betroffenen Gemeinden darin bestärkt werden, ihre Kitas zunächst weiter zu führen, so die Superintendentin. Weil die Kita-Finanzierung schwierig ist, werde der Kirchenkreis weiter intensiv dabei unterstützen, mit den Kommunen Lösungen zu finden und über die landeskirchliche Ebene die Probleme an der Basis bei der Landespolitik deutlich zu machen. 

Konzeption beschlossen

Einstimmig hat die Kreissynode, sozusagen das Parlament des Evangelischen Kirchenkreises An Sieg und Rhein, bei der Tagung am Samstag in Seelscheid die neue Konzeption des Kirchenkreises beschlossen. Diese Konzeption „Evangelisch an Sieg und Rhein“ gelte es jetzt umzusetzen, betonte Pfarrer Carsten Schleef. Der Assessor (stellvertretender Superintendent) warb dafür, „jetzt ins Tun zu kommen“. Zu den ersten Umsetzungsinitiativen gehört eine Qualifizierung von Ehrenamtlichen für Seelsorge in der Seniorenarbeit. 

Gottes Wort in all seiner Vielfalt. Hilfe, die zu den Menschen kommt. Und gesellschaftspolitisches Engagement zu den Themen Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung von Gottes Schöpfung. Das sind Schwerpunkte des Evangelischen Kirchenkreises An Sieg und Rhein, festgelegt in der nun beschlossenen Konzeption.

Ehrenamtliche Prädikantinnen und Prädikanten, die parallel zum Pfarrerdienst Gottesdienste, Taufen, Trauungen und Bestattungen leiten, werden wichtiger und sichtbarer. Und so nahm die Kreissynode den Vorschlag an, den Prädikant*innen künftig Gottesdienst-Coachings zu ermöglichen, sie also nach erfolgter Ordination in den ersten Jahren zusätzlich individuell fortzubilden. Dieser Vorschlag geht an die Landessynode, die eine entsprechende Regelung treffen muss.

Neuen Scriba gewählt

Dr. Stefan Heinemann ist neuer Scriba des Kirchenkreises. In dieses Amt des zweiten stellvertretenden Superintendenten wählte ihn die Synode, nachdem Pfarrer Peter Gottke mit Beginn dieses Monats in den Ruhestand getreten ist. Er wolle „mit Ihnen und Euch Kirche bauen“, mithelfen, „dass die Baustelle brummt“, sagte der Theologe in seiner Vorstellung. Heinemann, Gemeindepfarrer in Hennef, amtierte bereits als stellvertretender Scriba; in diese Aufgabe hat die Kreissynode nun Pfarrerin Dr. Anne-Kathrin Quaas gewählt. 

Glückwünsche an David Bongartz

Die Synode wird auch im Herbst nachwählen müssen. „Wir freuen uns sehr für ihn und vermissen ihn schon jetzt im Kreissynodalvorstand“, gratulierte Superintendentin van Niekerk dem Sankt Augustiner Pfarrer David Bongartz: Er wurde am Samstag in der parallel tagenden Kreissynode Dinslaken zum dortigen neuen Superintendenten gewählt. Seinen Dienst als leitender Geistlicher des Kirchenkreises Dinslaken wird Bongartz am 1. Oktober antreten. 

Begonnen hatte die Kreissynode „An Sieg und Rhein“ mit einem ökumenisch geprägten Gottesdienst in der Seelscheider Dorfkirche. In den Blick genommen wurde die bevorstehende Vollversammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK), zu der Delegierte von 350 Kirchen aus aller Welt ab 31. August nach Karlsruhe kommen. Und so gestalteten auch den Eröffnungsgottesdienst Mitglieder anderer christlicher Kirchen mit. Uns eint das Vertrauen, dass Gott die Verschiedenheit liebt, sagte Superintendentin Almut van Niekerk. 

Stichwort Kreissynode

28 evangelische Kirchengemeinden bilden den Evangelischen Kirchenkreis An Sieg und Rhein. Die Kreissynode ist das Leitungsorgan des Kirchenkreises, sie bestimmt den Kurs der evangelischen Kirche in der Region. Zu den Mitgliedern zählen alle im Kirchenkreis tätigen Pfarrerinnen und Pfarrer, aus den Presbyterien der Gemeinden entsandte und berufene Mitglieder. Die Tagungen sind öffentlich und finden in der Regel zwei Mal im Jahr statt. 

Konzeption „Evangelisch an Sieg und Rhein“: https://www.ekasur.de/konzeption/

11. ÖRK-Vollversammlung: https://www.oikoumene.org/de/about-the-wcc/organizational-structure/assembly 

Foto: Eröffnungsgottesdienst der Kreissynode in der Dorfkirche in Seelscheid. ekasur.de/Anna Neumann

Quelle: Evangelischer Kirchenkreis An Sieg und Rhein