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Instagram-Profil für jüdischen Pferdemetzger
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Instagram-Profil für jüdischen Pferdemetzger

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Das jüdische Leben in Siegburg darstellen, die Wege der Ausgrenzung aus Sicht der Beteiligten schildern und dabei eine möglichst persönliche Perspektive einnehmen, sich in die Opfer hineinfühlen, ihre Gedanken und Ängste auf moderne Art präsentieren – Ziele eines neuartigen Holocaust-Gedenkens von Schülern der Freien Christlichen Gesamtschule.

Hannah Schröder und Elias Titze beschäftigen sich mit dem Schicksal von Samuel Cohn, dessen Stolperstein vor der Scheerengasse 4 an die Exzesse des Rassenwahns erinnert. Für den Pferdemetzger und dreifachen Familienvater, 1885 geboren, erstellten die Schüler einen Instagram-Account. Zu berichten gibt es eine Menge: Cohn ist lange ein respektiertes Mitglied der Stadtgesellschaft, u.a. aktiv im Siegburger Turnverein. In der Pogromnacht zerspringen die Schaufensterscheiben auch seines Geschäfts, er wird im Anschluss mehrere Wochen in Dachau inhaftiert, später im Judenhaus an der Brandstraße kaserniert und im Zwischenlager Much interniert, ehe sein Leben im weißrussischen Blagowtschina im Kugelhagel einer Massenexekution endet. 
Über den mehr-Link zum Instagramprofil von Samuel Cohn.

http://newsletter.siegburg.de/re?l=D0I1lvwkubI6x4kof2I1ITk8tuu48q&s=FMBKEMFCECPNMAKE

Quelle: Siegburgaktuell