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Gerne anders – sexuelle Vielfalt leben Quelle: Stadt Sankt Augustin
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Gerne anders – sexuelle Vielfalt leben Quelle: Stadt Sankt Augustin

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Eine Veranstaltung in der Reihe „Kinder. Jugend. Familie. Quer denken – anders handeln“

Rund 100 Fachkräfte aus Kitas, Schulen, Beratungsstellen, von Gericht, der Polizei und aus der Familienhilfe, sowie der Kinder und Jugendarbeit trafen sich, um zum Thema „Gerne anders – sexuelle Vielfalt leben“ Erfahrungen auszutauschen und neue Denk-und Handlungsansätze zu finden. Wibke Korten, Diplom Sozialpädagogin von der NRW-Fachberatungsstelle „gerne anders“ führte mit ihrem Vortrag in das Thema ein. Sie machte den Teilnehmenden sehr deutlich, dass sie mit ihrer Arbeit dazu beitragen können, Diskriminierung von Menschen, die nicht in die Kategorien Frau, Mann oder heterosexuell passen, abzubauen.

Rund fünf bis zehn Prozent der Menschen finden sich in den oben beschriebenen Kategorien nicht wieder. Gemeint sind Menschen verschiedener sexueller und geschlechtlicher Identitäten: Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, Transsexuelle und Intersexuelle (LSBTTI). Trotz der Fortschritte in Gesetzgebung und Rechtsprechung der letzten Jahre, wie die Ehe für Alle oder das dritte Geschlecht im Personalausweis, werden Menschen, die der Norm von Mann oder Frau nicht entsprechen, häufig diskriminiert. Ein Klima von Abwertung und Ausgrenzung wirkt sich negativ auf das Zusammenleben aus. Der Abbau von Diskriminierung, Homo- und Transphobie ist daher eine wichtige Aufgabe der Politik, der Verwaltung und der Pädagogik.

In den anschließenden Workshops konnten viele Teilnehmende Beispiele und Erfahrungen aus ihrem Arbeitsalltag besteuern. Dabei wurde deutlich, dass es Aufgabe von Politik, aber auch der verschiedenen Professionen ist, Homo- und Transphobie entgegenzutreten, Diskriminierungen, sowie Gewalt gegen Menschen mit unterschiedlichen sexuellen und geschlechtlichen Identitäten konsequent zu begegnen und abzubauen. Ziel ist es, zu sensibilisieren und die sichtbare Wertschätzung von Menschen mit unterschiedlichen sexuellen und geschlechtlichen Identitäten zu fördern.

Auch in Zukunft wollen der Deutscher Kinderschutzbund, Hotti e.V. und der Fachbereich Kinder, Jugend und Schule der Stadt Sankt Augustin in der Regel jährlich die örtlichen Fachkräfte unter der Reihe „Kinder. Jugend. Familien – querdenken – anders handeln“ einladen, aktuelle und wichtige gesellschaftliche Themen gemeinsam weiterzudenken und die Netzwerkarbeit vor Ort zu stärken.

 

Foto: Stadt Sankt Augustin