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„Fußverkehrs-Check 2022“
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„Fußverkehrs-Check 2022“

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#Lohmar #Umweltschutz

Es ist die einfachste und umweltfreundlichste Fortbewegungsart der Welt
– deshalb soll das Zufußgehen in Lohmar nun mehr Aufmerksamkeit be-
kommen. Beim landesweiten Wettbewerb um einen professionellen „Fuß-
verkehrs-Check“ wurde Lohmar vom Verkehrsministerium des Landes
Nordrhein-Westfalen und dem Zukunftsnetz Mobilität NRW als eine von
zwölf Kommunen ausgewählt. Dazu hat Verkehrsministerin Ina Brandes
der Lohmarer Bürgermeisterin Claudia Wieja heute persönlich gratuliert
und ihr die Teilnahme-Urkunde übergeben.
„Zufußgehen hält fit und ist gut fürs Klima“, so Verkehrsministerin Ina
Brandes. „Um sicher und bequem zur Arbeit, in die Schule oder zum Ein-
kaufen zu gehen, brauchen wir fußgängerfreundlich gestaltete Wege und
Plätze. Mit den Fußverkehrs-Checks unterstützen wir Städte, Kreise und
Gemeinden in Nordrhein-Westfalen dabei, Fußwege attraktiver und si-
cherer zu machen. Ich freue mich, dass jetzt auch Lohmar unser Angebot
annimmt. Gemeinsam sorgen wir für eine höhere Lebensqualität in der
Stadt und auf dem Land.“
Bürgermeisterin Claudia Wieja: Der „Fußverkehrs-Check“ ergänzt unser
Smart City-Projekt „Rheinisch.Bergisch.Smart.Mobil“ perfekt. Wenn die
Belange der Fußgänger*innen nun auch in den Fokus rücken, wird die
umweltfreundlichste Art der Fortbewegung gestärkt. Und gute Mobilitäts-
angebote sind Standortfaktor und Lebensqualität. Wir freuen uns sehr auf
die Teilnahme.“
Gemeinsamer Einsatz für Fußgänger
Das Prinzip der Fußverkehrs-Checks ist einfach: Die Methode enthält
mehrere Bausteine. Begehungen sind das Kernstück – vor Ort haben
Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, Probleme und Sicht-
weisen auszutauschen und neue Lösungsansätze und Ideen an einem
gemeinsamen Beispiel zu diskutieren.
Wo befinden sich Gefahrenstellen, wo hapert es an der Barrierefreiheit,
wo haben die Gehwege eine unzureichende Qualität oder wo gibt es
Schwierigkeiten beim Überqueren einer Straße? Durch den Austausch
zwischen Verwaltung, Politik und Bürgerinnen und Bürgern von Kindern
bis zu Seniorinnen und Senioren kann so auch die Beteiligungskultur ge-stärkt werden. Es folgt eine Stärken-Schwächen-Analyse sowie die Er-
stellung eines Maßnahmenplans mit Prioritäten, die gemeinsam von Bür-
gern und Experten erarbeitet werden. Die verschiedenen Etappen wer-
den von einem Planungsbüro begleitet, das die Veranstaltungen mode-
riert, die Themen bündelt und die Ergebnisse zusammenfasst. Zum Ab-
schluss bekommt jede teilnehmende Kommune eine Auswertung und
Handlungsempfehlung. Die Umsetzung ist freiwillig, das Zukunftsnetz
Mobilität NRW berät die Kommunen auf Wunsch zur Generierung mögli-
cher Fördermittel.
Konkrete Pläne in Lohmar
Für Lohmar, das seit Februar 2020 Mitglied des Zukunftsnetz Mobilität
ist, zählt nachhaltige Mobilität zu den wichtigsten Themen. Einige Ver-
besserungen für den Fußverkehr wurden bereits umgesetzt, so wurden
beispielsweise Kreuzungen und Bushaltestellen barrierefrei umgestaltet,
Fußgängerüberwege im Zentrum geschaffen verkehrsberuhigte Bereiche
eingeführt. Nun soll ein Mobilitätskonzept erarbeitet werden. Die Ergeb-
nisse des Fußverkehrs-Checks werden wichtiger Bestandteil davon sein.
Örtlicher Schwerpunkt soll Lohmar Ort sein.
Hintergrund
Die „Fußverkehrs-Checks NRW“ sind ein Angebot des Zukunftsnetz Mo-
bilität NRW, dem landesweiten Unterstützungsnetzwerk für nachhaltige
Mobilitätsentwicklung. Das Verkehrsministerium und das Zukunftsnetz
Mobilität NRW bieten den Mitgliedskommunen 2022 im vierten Jahr in
Folge die Fußverkehrs-Checks an. 32 Kommunen hatten sich landesweit
beworben, zwölf bekamen den Zuschlag. Für die Gewinner des Wettbe-
werbs ist der gesamte Check kostenlos, er wird vom Land Nordrhein-
Westfalen finanziert.

Bild: (v.l.n.r.) Rupert Eggers, Mobilitätsmanager der Stadt Lohmar, Ste-
phan Weber, Leiter des Amtes für Innovation und Nachhaltigkeit der
Stadt Lohmar, Bürgermeisterin Claudia Wieja, Björn Franken MdL, Ina
Brandes, Ministerin für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Horst
Becker MdL, Katja Naefe, Zukunftsnetz Mobilität NRW, Jörn Freynick
MdL. Foto: Stadt Lohmar

Quelle: Stadt Lohmar