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Feierliche Einbürgerung im Kreishaus

Feierliche Einbürgerung im Kreishaus

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Rhein-Sieg-Kreis (hei) – Landrat Sebastian Schuster händigte jetzt im Rahmen einer Feierstunde im Großen Sitzungssaal des Siegburger Kreishauses gemeinsam mit Ludwig Neuber, Neubürgerbeauftragter des Rhein-Sieg-Kreises, 112 Personen die Einbürgerungsurkunden aus. 

„Seit 38 Jahren richtet der Rhein-Sieg-Kreis die Einbürgerungsfeier aus. Ich finde es wichtig, dass wir die Einbürgerungen in einer kleinen Feierstunde würdigen“, mit diesen Worten begrüßte Landrat Schuster die zukünftigen Neubürgerinnen und Neubürger. „Ich beglückwünsche Sie herzlich zum Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft; damit werden Ihnen die staatsbürgerlichen Rechte grundgesetzlich zuerkannt. Unsere Demokratie ist belastbar, auf diese kann man stolz sein“. Ludwig Neuber warb für bürgerschaftliches Engagement: „Engagieren Sie sich in der Gesellschaft, um heimisch zu werden.“

Auch die vier Cousins Hani, Mohamad Sameh, Nasooh und Tarek Khouli, die im Oktober 2015 aus Damaskus in Syrien geflohen waren, erhielten ihre Einbürgerungsurkunde ausgehändigt. Die Eltern des 29-jährigen Tarek, aus Meckenheim, und seines 26-jährigen Bruders Hani, aus Rheinbach, wohnen noch in Damaskus. „Es war ein langer Weg. Wir waren einen Monat auf der Flucht unterwegs. Seit 2015 sind wir in Deutschland. Hier möchten wir weiterleben. Deutschland ist eine andere, eine zweite, Heimat“, berichtete der gelernte Industriemechaniker. Seine Ausbildung wurde in Deutschland anerkannt, so dass er in diesem Beruf arbeiten kann. „Der Weg in Deutschland war schwer. Wir kannten niemanden, und ich dachte, ich kann es nicht schaffen“, erinnerte sich Hani. „Danach habe ich nette Leute vom Flüchtlingskreis Rheinbach kennen gelernt. Heute bin ich auch in Begleitung meiner Vermieterin hier; sie ist wie eine Familie für mich“, so Hani. Nach Sprachkursen von 2016 bis 2018 begann Hani 2018 die Ausbildung zum Groß- und Einzelhandelskaufmann in Rheinbach. 2021 schloss er diese erfolgreich ab und ist in dem Beruf tätig. Neben der Ausbildung hat er noch gearbeitet, um seinen Horizont zu erweitern und Deutschland kennen zu lernen. Nach einer erfolgreichen Fortbildung wird er sich weiter beruflich entwickeln. „Ich möchte eine Gegenleistung erbringen und mich als Deutscher in der neuen Heimat einbringen“, so Hani Khouli. Sein Cousin, der 24-jährige Mohamad aus Niederkassel, legte in Deutschland das Fachabitur ab; nun studiert er an der Hochschule Bonn/Rhein-Sieg Informatik. Der 25-jährige Nasooh erlernte innerhalb kurzer Zeit die deutsche Sprache, absolvierte erfolgreich die Ausbildung zum pharmazeutisch-technischen Assistenten und ist jetzt fest angestellt in einer Apotheke. „Ich habe mich hier immer sicher gefühlt; jetzt mit der Einbürgerung fühle ich mich noch sicherer. Wir sind dankbar, dass Deutschland uns die Chance gegeben hat und möchte hier gerne weiterleben“, formulierte Nasooh seine Zukunftsperspektive.        

Insgesamt kommt der überwiegende Teil der Einbürgerungsbewerber dieses Mal mit 22 Personen aus Syrien.

Die übrigen Einbürgerungsbewerber besaßen bisher die Staatsangehörigkeit nachfolgender Staaten: Afghanistan (3), Albanien (1), Aserbaidschan (6), Belgien (1), Bulgarien (3), Ecuador (2), Eritrea (1), Frankreich (1), Griechenland (2), Indien (3), Irak (3), Iran (5), Italien (2), Jordanien (1), Kasachstan (2), Kolumbien (3), Republik Kosovo (4), Kroatien (1), Lettland (1), Litauen (1), Marokko (5), Niederlande (1), Philippinen (4), Polen (4), Portugal (6), Russische Föderation (1), Serbien (1), Slowenien (1), Spanien (1), Thailand (1), Türkei (12), Tunesien (1), Ukraine (4), Venezuela (1) und Vietnam (1).

Die Einbürgerungsbewerber wohnen derzeit in den nachfolgend genannten Gemeinden: Alfter (7), Bad Honnef (1), Bornheim (12), Eitorf (2), Hennef (11), Königswinter (10), Lohmar (4), Meckenheim (7), Much (2), Niederkassel (6), Rheinbach (16), Sankt Augustin (15), Siegburg (16), Wachtberg (1) und Windeck (2).

Unter den 112 neuen deutschen Staatsangehörigen befinden sich 42 weibliche und 55 männliche Erwachsene sowie 15 Kinder. Von den 112 Einbürgerungskandidaten wurden 20 bereits in der Bundesrepublik Deutschland geboren.

Vor der eigentlichen Einbürgerung legten die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger ein Bekenntnis auf das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ab. Dieses wird zum Schluss der Einbürgerungsfeier mit dem Singen der deutschen Nationalhymne bekräftigt.

Persönlicher Ansprechpartner für alle Zugewanderten ist der Neubürgerbeauftragte des Rhein-Sieg-Kreises, Ludwig Neuber. Er bietet nach telefonischer Vereinbarung Sprechstunden an. Termine können mit ihm telefonisch unter der Rufnummer 02295/902318 oder 0160/8230810 oder per E-Mail an ludwig@neuber.de vereinbart werden. Der Kontakt kann auch über das Kommunale Integrationszentrum des Rhein-Sieg-Kreises, – Der Landrat -, Kaiser-Wilhelm-Platz 1, 53721 Siegburg, Telefon 02241 /13-3066, E-Mail: integration@rhein-sieg-kreis.de hergestellt werden.  

Bild: (v.l.n.r.): Ludwig Neuber, Neubürgerbeauftragter des Rhein-Sieg-Kreises, Tarek Khouli, Mohamad Sameh Khouli, Nasooh Khouli, Hani Khouli, Landrat Sebastian Schuster. Foto: Rhein-Sieg-Kreis

Quelle: Rhein-Sieg-Kreis