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Fastentütchen aus der Holzbox
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Fastentütchen aus der Holzbox

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#fasten #holzbox

Fasten? Verzichten? Auf was denn noch? Wir verzichten bereits auf so vieles – ist das nicht genug? Fasten klingt also – gerade in diesem Jahr – nach einer „echt blöden” Idee. Denn die sonst üblichen Ziele sind derzeit für die meisten schwer umzusetzen: Handy oder Computer weniger nutzen? In Zeiten von Homeoffice und -schooling läuft nichts ohne. Auch der Kontakt zu Freunden, manchmal auch innerhalb der Familie, kann oftmals nur online aufrecht erhalten werden. Weniger fernsehen? Für manchen Menschen ist die Flimmerksite die einzige Abwechslung, der einzige Kontakt nach draußen. Weniger essen, also klassisch fasten? Ist es nicht gerade jetzt solidarisch, den Lieferservice des Lieblingsrestaurants öfter zu nutzen? 

Pfarrer Karl-Heinz Wahlen und ein Kreis von Ehrenamtlichen der Pfarrgemeinde St. Servatius haben sich für die 40 Tage der Fastenzeit, die auf Ostern vorbereitet, etwas Besonderes einfallen lassen. In großen gelben Holzboxen, die an den katholischen Kirchen in Siegburg aufgestellt wurden, finden sich Fastentüten, bestückt mit Impulsen für Groß und Klein. Diese bieten die Möglichkeit, zu antworten oder Bitten und Wünsche loszuwerden – die dann wieder in die nächsten Impulse einfließen. So soll den Gläubigen die Gelegenheit gegeben werden, sich selber anders wahrzunehmen, anders spüren können, über sich und die eigene Beziehung zu Gott, den Menschen und der Schöpfung nachzudenken.

Foto: St. Servatius, Uta Köpp.

Quelle: siegburgaktuell