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Es gibt kein zu jung für Darmkrebs! Quelle: Helios
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Es gibt kein zu jung für Darmkrebs! Quelle: Helios

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Zum 18. Mal in Folge steht auch in diesem Jahr der Monat März ganz im Zeichen der Darmkrebsvorsorge. Der „Darmkrebsmonat“ soll die Bevölkerung aufklären und dafür sensibilisieren, regelmäßig zur Voruntersuchung zu gehen. Und das nicht ohne Grund: Darmkrebs zählt in Deutschland nach wie vor zu den häufigsten Todesursachen durch Krebs. Rund 60.000 Menschen sind laut Felix-Burda-Stiftung jährlich betroffen, bei etwa 26.000 von ihnen endet die Erkrankung tödlich. Dabei ist Darmkrebs keine Frage des Alters: Gibt es beispielsweise eine familiäre Vorbelastung –wie bei etwa 30 Prozent der jährlichen Neuerkrankungen–ist das Risiko einer Darmkrebserkrankung bereits bei jungen Familienmitgliedern deutlich erhöht. Trotz dieser alarmierenden Zahlen nimmt nur ein Bruchteil der Bevölkerung die Möglichkeit einer Vorsorgeuntersuchung in Anspruch.

Privatdozent Dr. med. Joachim Seifert, Chefarzt der Klinik für Allgemein-und Viszeralchirurgie und Leiter des zertifizierten Darmkrebszentrums am Helios Klinikum Siegburg, weiß, weshalb eine frühzeitige Vorsorge so wichtig ist: „Tumore im Darm entstehen oft aus sogenannten Polypen. Hierbei handelt es sich um kleine Wölbungen in der Darmschleimhaut. Innerhalb von zehn Jahren können diese entarten und sich unbemerkt zu bösartigen Tumoren entwickeln.“ Aus diesem Grund wird Darmkrebs auch als „stille“ Krankheit bezeichnet und verläuft anfänglich ohne spezifische Symptome. Die Folge: Karzinome werden oftmals zu spät entdeckt. „Ich rate deshalb jedem, die Früherkennungsuntersuchungen wahrzunehmen und nicht durch Scham oder eine falsche Vorstellung von der Untersuchung davor zurückzuschrecken“, so Seifert. Primäre Ansprechpartner für die Vorsorge-Darmspiegelung sind die niedergelassenen Magen-Darm-Spezialisten der Region.

Die Darmspiegelung, auch Koloskopiegenannt, ist nach wie vor die effektivste Vorsorgeuntersuchung und wird heute besonders schonend, in aller Regel unter einer Kurznarkose durchgeführt. Bei einer ambulant vorgenommenen Darmspiegelung kann der Patient deshalb meist nach weniger als zwei Stunden wieder nach Hause. Auch die Vorbereitung auf die Untersuchung ist heutzutage deutlich angenehmerals noch vor einigen Jahren:„Während früher mehrere Liter Abführlösung vor der Untersuchung getrunken werden mussten, gibt es heute moderne, wesentlich verträglichere Alternativen“, erläutert Professor Dr. med. Michael Schepke, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Gastroenterologie am Helios Klinikum Siegburg.

Das Risiko für Darmkrebs steigt mit dem 50. Lebensjahr deutlich an. Ab diesem Zeitpunkt sollte sich deshalb jeder in regelmäßigen Abständen auf verstecktes Blut im Stuhl testen und ab 55 Jahren eine Darmspiegelung zur Früherkennung machen lassen. Die Kosten hierfür trägt die Krankenkasse. „Insbesondere Menschen, in deren Familie bereits Darmkrebsfälle bekannt sind, haben ein höheres Risiko, ebenfalls an Darmkrebs zu erkranken. Selbst wenn nur ein Angehöriger betroffen war, verdoppelt sich das familiäre Risiko aller direkten Verwandten. Diese sollten frühzeitig mit dem Vorsorgeprogramm beginnen–spätestens jedoch zehn Jahre vor dem Erkrankungsalter des betroffenen Familienmitglieds“, rät Privatdozent Dr. med. Joachim Seifert. Die Ursachen für eine Erkrankung seien vielfältig: Neben familiärer Vorbelastung und genetischen Ursachengehörten ebenso falsche Ernährung, Nikotinkonsum, Bewegungsmangel und Übergewichtzu den Risikofaktoren.

Das zertifizierteDarmkrebszentrum im Helios Klinikum Siegburg ist auf die Behandlung von Darmkrebserkrankungen spezialisiert. „Der Tod durch Darmkrebs ist häufig ein vermeidbarer Tod. Wird die Erkrankung früh erkannt und rechtzeitig behandelt, kann sie in den überwiegenden Fällen geheilt oder sogar verhindert werden. Dabei ist bereits das Wissen um bisherige Erkrankungen in der Familie der erste Schritt in Sachen Vorsorge“, erklärt Seifert.

Alle Informationen zur Darmspiegelung im Helios Klinikum Siegburg finden Interessierte auf der Webseite der Klinik im Bereich der Gastroenterologie und Allgemeinen Inneren Medizin.

 

Bildquelle: Helios