1. Home
  2. Rhein-Sieg-Kreis
  3. Bundesverdienstkreuz am Bande für Edelgard Deisenroth-Specht
Bundesverdienstkreuz am Bande für Edelgard Deisenroth-Specht

Bundesverdienstkreuz am Bande für Edelgard Deisenroth-Specht

0

#RheinSiegKreis #Hennef

Rhein-Sieg-Kreis (hei) – Mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland wurde jetzt Edelgard Deisenroth-Specht aus Hennef ausgezeichnet. Die stellvertretende Landrätin Notburga Kunert händigte ihr im Siegburger Kreishaus das Ehrenzeichen aus.

„Liebe Frau Deisenroth-Specht, die amtliche Ordensbegründung bringt es auf den Punkt: `Frau Deisenroth-Specht hat durch ihr langjähriges und intensives Engagement für das Gemeinwohl, insbesondere für ihre Heimatgemeinde und in der Kommunalpolitik, auszeichnungswürdige Verdienste erworben´“, zitierte die stellvertretende Landrätin Notburga Kunert die Ordensbegründung in ihrer Laudatio.

Bereits im Jahr 1983 trat sie in die SPD ein und nahm 1984 ihre kommunalpolitische Arbeit auf, zunächst als Sachkundige Bürgerin in verschiedenen Ausschüssen. Ab dem Jahr 1994 gehörte Edelgard Deisenroth-Specht bis zur Kommunalwahl im Jahr 2020 ununterbrochen dem Rat der Stadt Hennef an. Sie brachte sich mit einem hohen zeitlichen Engagement, auch in leitender Funktion, in die Arbeit zahlreicher Ausschüsse ein; so über zehn Jahre lang als Vorsitzende im Jugendhilfeausschuss.

Von 2009 an war sie Vorsitzende des Ausschusses für Generationen, Soziales und Integration. Ihr besonderes Augenmerk galt der Gleichberechtigung von Frau und Mann sowie dem Kindeswohl. Ihrem persönlichen Einsatz wird ein entscheidender Anteil bei der Einrichtung und Gründung eines eigenen Jugendamtes der Kommune Hennef zugeschrieben. Innerhalb der SPD und der SPD-Ratsfraktion bekleidete die Henneferin verschiedene Vorstandsämter, wie das der stellvertretende Fraktionsvorsitzende von 1999 bis 2020 und das der Beisitzerin, Kassiererin und Vorsitzenden des Ortsvereins Hennef.

Ihr Engagement geht aber über die Kommunalpolitik hinaus. Bereits vor über dreißig Jahren initiierte sie in Hennef den Verein „Frauen helfen Frauen“ und bringt sich bis zum heutigen Tag aktiv im Vereinsvorstand bei Projekten und Aktionen ein.

Darüber hinaus brachte sie sich von 1984 bis 1999 im Vorstand der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Hennef ein. Edelgard Deistenroth-Specht engagierte sich zudem in der Pflege von Städtepartnerschaften, insbesondere seit 2013 verantwortlich als Finanzvorstand im Hennefer Verein für Europäische Städte-Partnerschaft e.V. Auch obliegt ihr seit vielen Jahren die Organisation der alljährlichen Tagesfahrt und die Winterwanderung der Vereinsmitglieder.

Eine weitere Herzensangelegenheit Edelgard Deisenroth-Spechts ist die Chormusik. Im Jahr 1977 war sie Gründungsmitglied des „Frauenchores77“, der heute „Ton in Ton – Hennefer Frauenchor“ heißt. Dort engagierte Sie sich über viele Jahre als Kassiererin, bevor Sie 2003 Vorsitzende des Chors wurde. Seit 2003 ist sie auch stellvertretende Vorsitzende beim „Stadtverband Hennefer Chöre 1991 e.V.“ und seit circa 20 Jahren Schatzmeisterin beim „Chorverband Rhein-Sieg e.V.“. Mit ihrer ausgeprägten Einsatzfreude und ihrer zupackenden Art stößt sie als Vorsitzende des Frauenchors immer wieder gemeinsame Aktionen mit anderen Chören des Stadtverbandes an, um beispielsweise mit Benefizveranstaltungen Hilfsprojekte in der polnischen Partnerstadt Nowy Dwór Gdánski zu unterstützen.

„Liebe Frau Deisenroth-Specht, Ihnen liegen Zeit Ihres Lebens die Belange Ihrer Mitmenschen am Herzen. Sie engagieren sich seit Jahrzehnten ehrenamtlich mit einem hohen Verantwortungsbewusstsein und mit einer vorbildlichen Kontinuität -neben Ihrem kommunalpolitischem Engagement auch noch in ortsansässigen Vereinen, um die Lebensqualität Ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger stetig zu verbessern und deren Lebensumfeld attraktiver zu gestalten. Das ist herausragend.“ Mit diesen Worten aus der amtlichen Ordensbegründung würdigte die stellvertretende Landrätin Notburga Kunert die Tatkraft von Edelgard Deisenroth-Specht bevor sie ihr die Ordensinsignien verbunden mit den Glückwünschen des Ministerpräsidenten und der Regierungspräsidentin überreichte.

Gefragt nach der Motivation für ihre vielfältige ehrenamtliche Arbeit antwortete die Henneferin mit einem Zitat Regine Hildebrandts: „Der Sinn des Lebens liegt im Miteinander.“

Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland

Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ist die einzige und damit höchste allgemeine Verdienstauszeichnung. Er wurde 1951 als Instrument des Dankes für herausragendes Engagement zum Wohle der Allgemeinheit vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss gestiftet und wird seitdem durch den amtierenden Bundespräsidenten verliehen – bis heute rund 248.400 Mal.

Den Verdienstorden gibt es in acht verschiedenen Stufen. Als Erstauszeichnung wird im Allgemeinen die Verdienstmedaille oder das Verdienstkreuz am Bande verliehen. Als weitere Ausführungen folgen das Verdienstkreuz 1. Klasse, das Große Verdienstkreuz, das Große Verdienstkreuz mit Stern, das Große Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband, das Großkreuz und die Sonderstufe des Großkreuzes.

Die stellvertretende Landrätin Notburga Kunert (r.) und Edelgard Deisenroth-Specht, die Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande (l.). Foto: Rhein-Sieg-Kreis

Quelle: Rhein-Sieg-Kreis