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Ausbildung der Notfallsanitäter stockt in NRW Quelle: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
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Ausbildung der Notfallsanitäter stockt in NRW Quelle: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

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Rettungssanitäter Jonas Schröder wendet sich an Gesundheitsminister Laumann

Jonas Schröder (26), Rettungssanitäter aus Herdecke, kämpft dafür, dass seine Kolleginnen und Kollegen im Rettungsdienst eine berechenbarere Zukunft haben und die Ausbildung zum Notfallsanitäter machen können. Auf www.openpetition.de/nfs-nrw sammelt er Unterschriften für das Anliegen aller Rettungsdienstler in Nordrhein-Westfalen. Denn NRW ist das einzige Bundesland, in dem die Finanzierung der gesetzlich vorgeschriebenen Aus- und Fortbildung zum Notfallsanitäter noch nicht gesichert ist.

Eigentlich müssen die NRW-Krankenkassen im Wege der so genannten „Bedarfsermittlung“ – also letztlich über den Preis pro Rettungsfahrt – für die erhöhten Kosten der neuen, gesetzlich vorgeschriebenen Aus- und Weiterbildungen zum Notfallsanitäter aufkommen. Nur in NRW weigern sich die Kassen – in allen übrigen 15 Bundesländern übernehmen sie die Ausbildungskosten.

Bei Jonas Schröder hat es vor kurzem geklappt: Er konnte seine Ausbildung beginnen, weil seine Kommune in finanzielle Vorleistung getreten ist. „Ich setze mich für alle Kolleginnen und Kollegen ein, weil die Ausbildung zum Notfallsanitäter unsere berufliche Zukunft sichert“, so Schröder. Das Risiko eines gelähmten Rettungsdienstes wird vielen Städten und Gemeinden in NRW mittlerweile zu groß. Tausende von Retterinnen und Rettern in NRW müssen aber noch ausgebildet werden. Dabei wird die Zeit knapp – sowohl für die Menschen im Rettungsdienst als auch für Bürgerinnen und Bürger in NRW.

Für die Rettungsdienstler läuft eine gesetzliche Übergangsfrist ab, die aufgrund der Blockadehaltung der Kassen vielleicht nicht mehr zu halten sein wird. Die Bürgerinnen und Bürger in NRW sind davon betroffen, weil der Fachkräftemangel im Rettungsdienst bereits jetzt spürbar ist und eine Verzögerung bei der Ausbildung diesen noch weiter verschärft.

Per Online-Petition wendet sich nun Jonas Schröder an Landesgesundheitsminister Laumann. Er hofft, dass Minister Laumann seinen Einfluss bei den Kassen geltend macht, um diese zum Einlenken zu bewegen. Schon über 3 700 Menschen haben die Petition unterschrieben. Sie läuft noch bis zum 10. Dezember. Die Petition finden Sie hier:openpetition.de/nfs-nrw.

 

Foto: Christian Mienert/Johanniter