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Angela Merkel eröffnet Katholisch-Soziales Institut Quelle: Erzbistum Köln / Rhein-Sieg-TV

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Hoher Besuch über den Dächern Siegburgs. In Anwesenheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde Anfang Mai das Katholisch-Soziale Institut des Erzbistums Köln (KSI) auf dem Siegburger Michaelsberg eröffnet.

Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki bezeichnete ihre Anwesenheit nicht nur als besondere Ehre, sondern als Zeichen für die Bedeutung des KSI „weit über das Erzbistum Köln hinaus”. Auch Siegburgs Bürgermeister Franz Huhn, ist von Angela Merkels Anwesenheit mehr als erfreut.

Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte den Stellenwert der Bildung. Gerade ein Ort wie der Michaelsberg mit seiner jahrhundertealten Tradition rege dazu an, über Bleibendes und Wesentliches nachzudenken und diese Aspekte häufiger zum Maßstab des eigenen Handelns zu machen.

So könne das KSI auch zu einem Ort werden, wünschte sich Merkel, an dem Diskussion und auch Streit in einem positiven und notwendigen Sinn erfahren werde – nämlich als gemeinschaftliche engagierte Suche nach Lösungen für die Fragen der Zeit.

Die Bundeskanzlerin ermutigte dazu, dabei Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen nicht Institutionen oder der Politik zu überlassen.

Das KSI wurde 1947 von dem damaligen Kölner Erzbischof Josef Kardinal Frings gegründet mit dem Ziel, als Ort des Dialogs zwischen gesellschaftlichen Gruppen und Kräften Menschen zu einem christlichen, wertbezogenen Handeln in persönlichen, sozialen und politischen Bereichen zu befähigen.

Als Akademie organisiert das KSI jedes Jahr rund 400 eigene Veranstaltungen, hinzu kommen zahlreiche Buchungen durch externe Anbieter.

Mit moderner Technik ausgestattete Tagungsräume bieten Platz für bis zu 260 Personen. Vier Foren im Neubau sowie der Annosaal und zehn weitere Seminarräume in der Abtei runden das Raumangebot ab.

Das Erzbistum Köln investierte 41 Millionen Euro in den Um- und Neubau der Gebäude auf dem Michaelsberg. 2015 erforderte ein heftiges Hagelwetter Schadensreparaturen, die rund 6 Millionen Euro kosteten.

Mit der Eröffnung des KSI im ehemaligen Benediktiner-Kloster geht die fast 1000 Jahre alte Tradition des geistlichen Lebens auf dem Siegburger Michaelsberg in eine neue Phase.

Schon kurz nach dem Bekanntwerden der Auflösung sprach sich das Erzbistum und auch die Stadt Siegburg für den Erhalt des Michaelsbergs als geistlich-christliches Zentrum aus. Mit dem Umzug des Katholisch-Sozialen Instituts von Bad Honnef und der Ansiedlung der Unbeschuhten Karmeliten (OCD) in Siegburg ist dieses Ziel verwirklicht.

Vom 5. Bis 7. Mai konnten sich dann die Bürger einen ersten Eindruck der neu gestalteten Räumlichkeiten verschaffen.

Über 7000 Besucher nahmen die Gelegenheit wahr und erkundeten den Neubau sowie die zum Teil umgebauten und renovierten Altbauten.

Neben Live-Musik und dem Spielmobil für Kinder war auch für das leibliche Wohl gesorgt.

Eine Lichtinstallation auf den Wänden der Abtei sorgte auch in der Dämmerung für eine feierliche Stimmung.