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125.000 Euro für die neue Nashornanlage
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125.000 Euro für die neue Nashornanlage

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#Koeln #Zoo

Köln, 22. September 2022. Der Kölner Zoo baut eine neue Nashornanlage. Startschuss der Arbeiten ist Anfang November. Der neue Bereich entsteht gemäß der Geo-Gliederung des Zoos nach Kontinenten auf den bisherigen Anlagen für Bisons und Moschusochsen, die der Zoo zu einem Areal zusammenfasst. Die Umbauarbeiten beinhalten u.a. neue Wegeführungen, die den Besuchern spannende Blicke auf die Nashornanlage ermöglichen. Hinzukommen zusätzliche Separierungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten für ein noch verhaltensgerechteres Management dieser afrikanischen Großtiere, die Neugestaltung der Außenanlage sowie die Sanierung der historischen Schweizer Blockhäuser, die als Innenanlagen dienen. Bisons und Moschusochsen, die bisher in den Holzhäusern aus dem späten 19. Jahrhundert lebten, vermittelt der Zoo an andere Haltungen. Die neue Nashornanlage im Kölner Zoo soll Mitte 2023 für Besucher öffnen. Die Gesamtbaukosten werden schätzungsweise bei rd. 2 Mio. Euro liegen.

Der Förderverein des Kölner Zoos unterstützt den Umbau mit 125.000 Euro. Uwe Schöneberg, Vorstand des Fördervereins, übergab die Summe heute im Rahmen der Vorstellung der Nashorn-Pläne an Zoo-Vorstand Prof. Theo B. Pagel. „Wir unterstützen den Zoo auch im 40. Jahr unseres Bestehens sehr gern. Dieses Jahr geschieht das bei der Finanzierung einer neuen Nashornheimat. Die Anlage wird in puncto Tierwohl, Besuchererlebnis, Zooedukation und Tiermanagement modernsten Anforderungen gerecht. Hier entsteht ein neuer Hingucker auf dem Zoogelände, auf den wir uns bereits heute freuen können“, so Uwe Schöneberg. „Wir danken den engagierten Mitgliedern des Fördervereins sehr dafür. Nach erfolgreicher Fertigstellung von Tigeranlage, Südamerikahaus und Villa Bodinus investieren wir an einer weiteren Stelle in die Zoozukunft. Zuverlässige Partner wie unsere Zoofreunde sind dafür unerlässlich“, unterstrich Theo Pagel.

Seit 40 Jahren starker Partner der Zootiere

1982, vor exakt 40 Jahren, schlossen sich engagierte Bürger aus Köln und dem Umland zum Zoo-Förderverein zusammen. Zusammen haben die Mitglieder bereits zahlreiche Großprojekte mit angestoßen und wichtige Beiträge für deren Realisierung geleistet. Das 1985 eröffnete Urwaldhaus für Menschenaffen war das erste Großprojekt, für das sich die Freunde des Kölner Zoo maßgeblich engagierten. Seitdem folgten viele weitere, vom Elefantenpark über den Hippodom bis zum Südamerikahaus. „40 Jahre an der Seite des Zoos: das ist gelebte Nachhaltigkeit in Sachen Zoounterstützung“, so Theo Pagel. „Wir sind happy, dass die Partnerschaft mit dem Engagement für unsere Nashornhaltung weitergeht.“

„Taco“, das im Kölner Zoo lebende Spitzmaulnashorn, hat bislang im sogenannten „Alten Elefantenhaus“, dem ältesten Zoogebäude aus der Gründungszeit sein Zuhause. Mit insgesamt gut 3.000 qm2 Fläche wird er in seiner neuen Heimat bald mehr als doppelt so viel Platz haben. Durch die Vergrößerung und Modernisierung der Anlage mit Separierungsmöglichkeiten hat der Zoo zudem die Möglichkeit, in die Erhaltungszucht bei diesen hochbedrohten Tieren zu gehen. Lebensraumzerstörung und Bejagung wegen ihres Horns setzen den Pflanzenfressern, die mit einer Evolutionsgeschichte von rd. 50 Millionen Jahren zu den ältesten Arten der Erde zählen, massiv zu. Die Weltnaturschutzunion IUCN hat erst Ende August 2022 aktuelle Bestandszahlen für Nashörner veröffentlicht. Ende 2021 gab es demnach in ganz Afrika nur noch etwa 22.140 der ikonischen Dickhäuter, im selben Zeitraum wurden mindestens 2.707 Nashörner gewildert.

Global im Einsatz für den Artenschutz

Der Kölner Zoo macht sich nicht nur mit einer neuen Anlage für Nashörner stark, sondern investiert auch in den Ursprungsgebieten der Spitzmaulnashörner für deren Erhalt. Kürzlich schloss er eine Vereinbarung mit einer lokal verankerten Nashornschutzorganisation im Staat Eswatini im südlichen Afrika. Die Projektzusammenarbeit ist Teil des breiten Artenschutz-Engagements des Kölner Zoos. Die Anstrengungen dafür hat er nun nochmals intensiviert. Basis sind die Gelder des „Artenschutz-Euros“, den der Zoo seit Februar auf jede Erwachsenen-Tageskarte erhebt. Insgesamt kann der Zoo dadurch nun jedes Jahr insgesamt schätzungsweise rd. 300.000  Euro für den Erhalt der natürlichen Biodiversität – eines der drängendsten Probleme der Menschheit – einbringen.

•             Informationen zum Zoo-Förderverein: www.zoosamme.de     

•             Übersicht über die Projektarbeit hier www.koelnerzoo.de/artenschutz

Fotos: Werner Scheurer          

Bildunterschrift Scheckübergabe: von links Uwe Schöneberg, Prof. Theo B. Pagel

Quelle: Kölner Zoo