Home Siegburg 100 zukünftige Obstbauern im Rathaus
100 zukünftige Obstbauern im Rathaus Quelle: Kreisstadt Siegburg
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100 zukünftige Obstbauern im Rathaus Quelle: Kreisstadt Siegburg

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Die Zwetschge “Wagenheimer Frühe”, die “Mirabelle von Nancy”, die “Köstliche aus Charneux”, auch “Bürgermeisterbirne” genannt, oder der Apfel “Luxemburger Triumph”: Klangvolle Namen schwirrten den 100 Besuchern in den Kopf. Denjenigen mit bunter Vorstellungskraft vielleicht direkt weiter an den Gaumen.

Das Umweltamt hatte all die, die sich für einen der Gratis-Obstbäume interessieren, die die Verwaltung ausgibt, in den großen Sitzungssaal des Rathauses geladen. Hier referierte der Fachmann Christian Schäfer aus Alfter über die prächtigen Lebewesen, die demnächst in die Siegburger Erde kommen. Eingangs klopfte er auf Holz – auf das nicht wieder ein ganz später Frost die Ernte gefährde, wonach es derzeit nicht aussieht. Dann schilderte er die idealen Gegebenheiten für die “neuen Familienmitglieder”. Gute Wasserversorgung, tiefgründiger Wurzelraum, schwach sauren Boden mit einem pH-Wert von 5,5 bis 6,5 – haben wir großflächig in der Kreisstadt.

Ganz wichtig ist genügend Raum. Denn: Der oberirdische Platzbedarf eines Baums entspricht in etwa dem unterirdischen! Mittels Schäfers Powerpoint-Präsentation und an Wandtafeln wurden dann die Sorten, aus denen die Gartenfreunde wählen dürfen, steckbrieflich vorgestellt. Eine kurze Abfrage ergab – der Apfel liegt in der Gunst vorn.

Ganz wichtig sind drei Dinge: Es dauert durchaus 5 bis 10 Jahre, bis sich ein Ernteertrag, der seinen Namen verdient, einstellt. Dann muss man sich auf erhebliche Mengen gefasst machen. 200 bis 300 Kilogramm Äpfel können es werden. Schließlich heißt Erntereife nicht zwangsläufig Genussreife. Zwischen dem einen und dem anderen können einige Wochen liegen. Wohl dem, der über ein ausreichend großes Depot verfügt.