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Weniger Wasser und schneller einsatzbereit Feuerwehrschläuche ruck zuck sauber
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Weniger Wasser und schneller einsatzbereit Feuerwehrschläuche ruck zuck sauber

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Seit Anfang Oktober 2017 ist sie in Betrieb: die neue automatische Schlauchpflegeanlage im Kreisfeuerwehrhaus.

Zufrieden stellten jetzt Rainer Dahm, Leiter des Amtes für Bevölkerungsschutz des Rhein-Sieg-Kreises, und Kreisbrandmeister Dirk Engstenberg das automatische Verfahren zur Pflege, Reinigung und Trocknung der zahllosen Schläuche vor. „Wir sind froh, für die Kollegen hier im Kreisfeuerwehrhaus die Arbeitsabläufe und die Ergonomie verbessert zu haben“, sagten Rainer Dahm und Dirk Engstenberg.

Bislang erfolgte die Reinigung der Feuerwehrschläuche von Hand: in zwei 25 Meter langen Wannen wurden die schmutzigen Schläuche eingeweicht. Daran anschließend erfolgte mit einer Bürstenmaschine die Reinigung der Oberfläche des Schlauchmaterials. Dann das Trocknen: Je nach Witterung dauerte die Trocknung im sogenannten Schlauchturm mehrere Tage.

Jetzt, mit der neuen automatischen Anlage, geht´s nicht nur schneller, sondern auch günstiger. Nur noch ein Viertel des bisher notwendigen Wasch- und Prüfwassers wird gebraucht.

Zudem entfallen mit der einen kompakten Anlage nicht nur die aufwändigen Arbeitsschritte, sondern sie ermöglicht auch eine ergonomische Bedienung von einer Stelle aus. Bei dem weiteren Prüfvorgang wird der Schlauch einem Druck von 16 Bar ausgesetzt. Dies erfolgt aus Sicherheitsgründen zukünftig unter einer Plexiglaskuppel. In der Regel reicht eine Person zur Steuerung des Arbeitsvorgangs. Inklusive automatischer Trocknung sind die gereinigten Schläuche nach einem Arbeitstag fertig zur Auslieferung.

Der Rhein-Sieg-Kreis prüft und pflegt die Schläuche für alle neunzehn Feuerwehren der Kommunen im Kreisgebiet. Diese umfassen rund 90 Kilometer Schlauchlänge pro Jahr. Reinigung, Pflege und Prüfung der Schläuche werden im Kreisfeuerwehrhaus dokumentiert.

Der Schlauchturm wird weiterhin von außen für Übungen mit Leitern und zur Höhenrettung genutzt.

Die Kosten der neuen Schlauchpflegeanlage betragen 57.000 Euro.

Nach § 4 Abs. 1 des Gesetzes über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz (BHKG) unterhält der Rhein-Sieg-Kreis das Kreisfeuerwehrhaus als Einrichtung für seine Städte und Gemeinden. Für den reibungslosen Ablauf sorgen sieben Mitarbeiter. Weithin sichtbar ist der ehemalige Trockenturm, in dem die gereinigten Schläuche getrocknet wurden.

Quelle: Stadt Siegburg