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Wearables der Zukunft Quelle: Rhein-Sieg-TV

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Egal ob Smartwatches, Fitnessarmbänder oder Sportuhren – Wearables sind in der Fitnessbranche absolut im Trend. Die Fitnessgadgets lassen sich dabei sowohl für den Hobbysport als auch im professionellen Bereich verwenden. Professor Dr. Ingo Froböse von der Sporthochschule Köln weiß, warum das Sportprogramm mit den kleinen elektronischen Begleitern noch viel mehr Spaß macht und für den Leistungssport auch immer wichtiger wird.
Bereits vorhandene Wearables können bislang keine Bewegungsrichtungen aufzeichnen. Doch die Weiterentwicklung setzt sich rasend fort. Ein Schweizer Technologieunternehmen hat nun ein Kompressionsshirt entwickelt, mit dem sich erstmals die Agilität messen und bewerten lässt.
Hier in der Schweiz wird das mit High-Tech gefüllte Kompressionsshirt hergestellt. Es ist das erst Agility Shirt der Welt. Durch die Verwendung von leitendem Gewebe, eingenäht und fixiert an den richtigen Stellen, generiert das Shirt ein Signal, welches durch die integrierten Elektronikkomponenten in dreidimensionale Positionsdaten umgerechnet wird.
Doch hält das Agilitätsshirt auch wirklich was es verspricht? Wir machen den Praxistest. Die beiden Akrobaten Filip Kržišnik und Blaž Slanič sind für diesen als Probanden bestens geeignet, da vieles in ihrer Sportart auf Technik, Motorik und Bewegung basiert. Mit bisherigen Wearables war das Monitoring ihres Trainings stark eingeschränkt, doch das soll jetzt dank dieses ersten Agilitätsshirts der Vergangenheit angehören.
Nachdem sich die beiden Akrobaten aufgewärmt haben, geht es los. Gleichzeitig überwacht ein Mitarbeiter des Shirt-Herstellers die übertragenen Daten. Diese werden in Echtzeit auf verbundene Endgeräte wie Laptop und Smartphone übertragen. Filip und Blaž stellen das Shirt auf eine harte Probe. Die beiden machen Richtungswechsel, Seitwärtsbewegungen und Überschläge – alles Bewegungen, die bisher mit Wearables nicht nachempfunden werden konnten. Selbst beim Kopfstand sehen sie sofort das Feedback bzw. die Daten auf dem Handy. Die beiden sind gespannt auf die Ergebnisse.
Neben einer ganz neuen Qualität an Vitaldaten generiert das Agilitätsshirt auch eine bisher nicht dagewesene Quantität an Persönlichkeitsdaten, die von A nach B übertragen werden. Doch wie steht es um die Datensicherheit?
Obwohl es sich bisher nur um einen Prototypen handelt und das Shirt sich noch nicht im „normalen“ Verkauf befindet, sind schon Profisportler auf den innovativen Bewegungstracker aufmerksam geworden. Tommy Haas, einer von Deutschlands erfolgreichsten Tennisspielern aller Zeiten, probiert das Shirt im Trainingsbetrieb aus. Während er die Nachwuchsspieler richtig fordert, sammeln Urs Ruggaber und sein Kollege seine Vitaldaten, die nach der intensiven Einheit gemeinsam ausgewertet werden.