Beinahe lebendig
Schaufensterpuppen einmal ganz anders!
Ein Bürgermeister auf Krücken, eine Erzählerin mit Glöckchen und jede Menge Figuren aus Stoff erwarteten die Besucher bei der Ausstellungseröffnung "Matsuri - Festivalszenen mit zeitgenössischen japanischen Puppen" im Siegburger Stadtmuseum.
Im Museumsschaufenster, beliebter Ort für kleine aber feine Ausstellungen im Foyer, übrigens ist hierzu ist der Eintritt immer frei, zeigt die Deutsch-Japanischen Gesellschaft (DJG) Siegburg lebensnah gestaltete Puppen der japanischen Künstlerin Harumi Oshima, arrangiert in Szenen des Alltags. Da gibt es spielende Kinder mit Hund und ganze Familien, auch Karatekämpfer blicken dem Betrachter ins Auge. Auf der Vernissage stellte Masumi Knoblauch vom Japanischen Kultur- und Sprachzentrum in Frankfurt die Arbeiten und das Leben der Künstlerin in bewegenden Worten vor. Sichtlich gerührt war sie und ebenso das Publikum, als sie von der Seele der Puppen berichtete, deren Motive eng mit manch tragischem Schicksal der Erschafferin verbunden sind. Und das Glöckchen? Das hatte die Siegburger Schauspielerin Julia Torres mitgebracht. Sie erzählte einfühlsam, spannend, aber vor allem mit leisem Humor das japanische Märchen vom Glöckchen, das die, die es ruft, vor Glück tanzen lässt. Gefallen daran hatte auch Bürgermeister Franz Huhn, der es sich trotz seiner gerade überstandenen Operation nicht nehmen ließ, der Deutsch-Japanischen Gesellschaft für Ihr Engagement zu danken. Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 3. März.














