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Planfeststellungsverfahren am Flughafen Erhebliche Bedenken zum Antrag
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Planfeststellungsverfahren am Flughafen Erhebliche Bedenken zum Antrag

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Der Flughafen Köln/Bonn soll umfassend ausgebaut und damit die Lärmbelastung der Bevölkerung noch einmal erheblich vergrößert werden.
Das laufende Planfeststellungsverfahren sieht neue Gebäude und Versiegelungen für noch mehr Fracht- und Flugverkehr vor. Die Stadt Lohmar hat – gemeinsam mit Siegburg – die „FDC. Airport Consulting“ des international erfahrenen Luftver-kehrsexperten Dieter Faulenbach da Costa mit der Erstellung der kommunalen Einwendungen gegen die Airport-Pläne beauftragt. Da Costa war bei über 40 Flughäfen weltweit in der Entwicklungs- und Ausbauplanung bzw. Realisierung beteiligt. Im Jahr 2000 wurde er Gutachter und Berater der Stadt Offenbach im Kampf um mehr Lärmschutz gegen den Frankfurter Flughafen. Seine Expertise, die am 19. Dezember dem Stadtrat zur Beschlussfassung vorgelegt wird, fordert nichts weniger als die Zurückweisung des Antrags auf Planfeststellung. Stimme die Unterstellung des Flughafens, es gebe nicht mehr Verkehr und Lärm, fehle es bereits an dem für die Planfeststellung erforderlichen Bedarf für das Vorhaben. Tatsächlich fehle dem Antrag zudem „eine nachvollziehbare Bewertung der gesundheitlichen Gefahren des Flugbetriebs“, auch liefere er für Auswirkungsbewertungen „keine ausreichenden Analysen“. Vergleichsdaten seien „offensichtlich willkürlich ausgewählt“. Für die Stadt Lohmar drohten erhebliche negative Folgen für die künftige Bauleitplanung und Bauverbote in Schutzzonen.
Da viele Bürgerinnen und Bürger Lohmars von nächtlichem Fluglärm betroffen sind, rät die Stadt Lohmar den Bürgerinnen und Bürgern dazu, im Zuge der Anhörung von ihrem Recht Gebrauch zu machen und ihre Bedenken und Kritik fristgerecht, das heißt bis zum 19.12.2017, bei der Genehmigungsbehörde schriftlich vorzubringen.

Für Erläuterungen zur Fluglärmproblematik allgemein und den geplanten Vorhaben steht die Vorsitzende der Lärmschutzgemeinschaft Lohmar, Manuela Steden und die Vorsitzende der Fluglärmkommission am Köln/Bonner Flughafen, Claudia Wieja am Montag, den 4. Dezember und Montag den 11. Dezember, jeweils von 15:00 bis 17:30 im Stadthaus, Raum 218 zur Verfügung.
Informationen bietet auch die Homepage der Lärmschutzgemeinschaft Flughafen Köln/Bonn. Dort kann auch ein Einwendungsformular heruntergeladen werden, dass jeder Bürger, jede Bürgerin, absenden kann – und sollte: Denn wer jetzt nicht Einwendungen erhebt, ist „präkludiert“, heißt, kann nie mehr klagen. Ganz wichtig ist: Die Muste – Einwendung sollte mit wenigen Sätzen um die eigene individuelle Betroffenheit ergänzt werden. Sonst werden alle Mustereinwendungen mit ein- und demselben Textbaustein „erledigt“. Wichtig: Eine Beteiligung an der gleichzeitig lau-fenden Unterschriftenaktion der Fluglärmgemeinschaft ist ein zu unterstützendes politisches Zeichen, juristischen Wert hat aber allein die Erhebung einer individuellen Einwendung. Gesonderte Einwendungen einiger Lohmarer und Siegburger Bürger wird mit Unterstützung der Städte der Berliner Rechtsanwalt Professor Dr. Hans-Peter Vierhaus erheben.
Die Antragsunterlagen sind auch im Internet auf den Seiten der Stadt unter www.Lohmar.de/Bauleitplanung sowie auf der Seite des Verkehrsministeriums unter www.vm.nrw.de/verkehr/luftverkehr/Planung einsehbar.
Kontakt: Stadt Lohmar, Amt 63, Kerstin Tillmann, Tel.: 02246 15-344,
E-Mail: Kerstin.Tillmann@Lohmar.de

Quelle: Stadt Lohmar