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Herausforderung für den Rettungsdienst Symposium zu schwergewichtigen Patientinnen und Patienten
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Herausforderung für den Rettungsdienst Symposium zu schwergewichtigen Patientinnen und Patienten

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Mit einem besonderen Thema beschäftigten sich jetzt 74 Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Fortbildungsveranstaltung an der Fachhochschule Bonn/Rhein-Sieg in Sankt Augustin. „Bereits die medizinische Versorgung adipöser Patientinnen und Patienten vor Ort ist eine Herausforderung“, sagt der ärztliche Leiter des Rettungsdienstes des Rhein-Sieg-Kreises, Christian Diepenseifen. „Sie setzt sich beim Transport in die Notaufnahme der Zielklinik fort.“ Der Rettungsdienst des Rhein-Sieg-Kreises zählt pro Monat ein bis zwei Notfälle mit schwergewichtigen Patientinnen oder Patienten.

An dem Symposium in der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg nahmen 63 Notärztinnen und Notärzte sowie 11 Rettungsassistentinnen beziehungsweise Rettungsassistenten und Notfallsanitäterinnen oder Notfallsanitäter teil.

Mitveranstalter war das Dreifaltigkeits-Krankenhaus Wesseling als akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Bonn. „Der Kontakt zu massiv übergewichtigen Patientinnen und Patienten war früher eine Seltenheit. Heutzutage werden sowohl die Rettungsdienste als auch das medizinische Fachpersonal aber immer häufiger damit konfrontiert“, so der Chefarzt für Anästhesie, Intensiv- und Palliativmedizin am Dreifaltigkeitskrankenhaus, Dr. med. Rolf Scholer-Everts. Trotz verfügbarer Tragehilfen oder Kräne, müssten Patientinnen und Patienten jenseits eines Gewichtes von 300 Kilogramm auch manuell bewegt werden.

„Für die operative Versorgung von adipösen Patientinnen und Patienten in den Krankenhäusern ist eine spezielle Ausstattung notwendig“, ergänzt die Fachärztin für Chirurgie und Viszeralchirurgie am Dreifaltigkeits-Krankenhaus, Dr. med. Ulrike Groß. Deshalb empfahl sie den Veranstaltungsteilnehmerinnen und Veranstaltungsteilnehmern, schwergewichtige Patientinnen und Patienten in einem Krankenhaus mit angeschlossenem Adipositaszentrum behandeln zu lassen.

Eine aufgabenbezogene Fortbildung für die im Rettungsdienst eingesetzten Notärztinnen und Notärzte und die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung durch den Notarztdienst ist gesetzlich vorgeschrieben. Der Rhein-Sieg-Kreis veranstaltet daher seit März 2017 6 mal pro Jahr eine eigene Notarztfortbildung. Hierzu ist auch das nichtärztliche Rettungsfachpersonal als Fahrer der Notarzteinsatzfahrzeugen eingeladen. Die Fortbildung der Notfallmediziner stellt einen wichtigen Teil der Qualitätssicherung dar.

Quelle: Stadt Siegburg