Spatenstich für die Mehrzweckhalle Hennef

Baubeginn an der Meiersheide
(dmg) Die Bauvorbereitungen für die Mehrzweckhalle an der Hennefer Gesamtschule haben nach zweijähriger Planungszeit begonnen. Am 19. August 2010 markierten Bürgermeister Klaus Pipke und der stellvertretende Leiter der Hennefer Gesamtschule Jochen Herchenbach mit einem offiziellen Spatenstich den symbolischen Beginn der Bauarbeiten. „Ich freue mich, dass der Bau nun begonnen hat und wir die Halle im Sommer 2011 eröffnen können“, so Klaus Pipke. Bereits im Juni 2011 soll die Halle fertig und betriebsbereit sein. Für Anfang Oktober 2011 ist eine feierliche Einweihung der Halle geplant.
Die Halle entsteht an der Meiersheide gegenüber der Gesamtschule und neben den Außensportanlagen und soll zukünftig dem Sportunterricht an der Gesamtschule und Vereinen für Trainingsangebote zur Verfügung stehen. Darüber hinaus werden in der Halle Veranstaltungen des Hennefer Kulturprogramms und Veranstaltungen von Vereinen stattfinden, so zum Beispiel Karnevalssitzungen. Bei der Planung der Halle waren denn auch neben dem Architekten und den Fachleuten der Stadtverwaltung alle zukünftigen Nutzer mit am Tisch, so Vertreter der Schule, des StadtSportVerbandes, der Hennefer Chöre und des Hennefer Karnevals.
Gute Gründe für den Neubau
Für den Neubau einer Mehrzweckhalle an der Meiersheide sprechen mehrere gute Gründe. Zum einem reicht die bestehende Dreifachsporthalle an der Gesamtschule nicht mehr aus, um den 1.400 Schülerinnen und Schülern ein angemessenes Sportangebot bieten zu können. Die Mehrzweckhalle wird als Zweifachsporthalle gebaut. Darüber hinaus ist der Neubau einer weiteren Halle auch laut der städtischen Sportstättenleitplanung notwendig. Die bestehenden Sportstätten können den Bedarf vor Ort nicht mehr abdecken, da die Bevölkerung gerade in diesem Bereich der Stadt in den letzten zehn Jahren stark zugenommen hat.
„Die Halle“, so Bürgermeister Klaus Pipke, „ist einmal mehr eine große Investition in das sportliche und schulische Angebot in unserer Stadt. Wir haben die sportliche Infrastruktur in den letzten Jahren deutlich verbessert, zum Beispiel durch zahlreiche Kunstrasenplätze, aber auch Investitionen in Hallen und bestehende Sportstätten. Die Mehrzweckhalle ist ein weiterer, wichtiger Meilenstein.“
Weiter sagte Pipke. „Für den Bau der Halle als Mehrzweckhalle spricht die Tatsache, dass Hennef bislang keine Veranstaltungshalle hat, die der Größe der Stadt und den Bedürfnissen der Vereine und der Schule entspricht.“ So müssen beispielsweise die Abiturienten für ihre Abschlussfeier auf andere Räume oder sogar in Nachbarstädte ausweichen. Größere kulturelle Veranstaltungen mussten bislang in der Aula der Kopernikus-Realschule stattfinden, die jedoch nicht mehr als 700 Personen Platz bietet und außerdem nicht den Anforderungen an eine moderne Veranstaltungsstätte entspricht. So fehlen dort zum Beispiel eine zeitgemäße Bühne und eine gastronomische Infrastruktur, beides wird in der neuen Halle selbstverständlich sein.
Pipke: „Mit der Mehrzweckhalle beheben wir also mehrere Defizite in der Stadt und setzen die positive Entwicklung der letzten Jahre fort, angefangen beim Umbau des Marktplatzes, über die Entwicklung der Eingangsbereiche des Zentralortes und in Hennef-Mitte bis hin zur Vermarktung unserer Neubaugebietes `Im Siegbogen`.“
Pipke erinnerte anlässlich des Spatenstiches auch daran, dass der Bau der Halle erstmals für 1999 geplant worden war. Das Vorhaben musste mehrfach verschoben werden, da andere Projekte wie die Umsetzung des Brandschutzes am Gymnasium und der Bau der Grundschule Siegtal vorgingen.
Zahlen, Daten, Fakten
Die Halle fasst rund 1.200 Personen. Der umbaute Raum misst 20.000 Kubikmeter, die Grundfläche beträgt 1.700 Quadratmeter. Die so genannte Nettogrundfläche des zweigeschossigen Gebäudes umfasst 2.700 Quadratmeter, darin enthalten sind die Nutzfläche, die Verkehrsfläche und die technische Funktionsfläche. Die Halle selber misst 30 mal 28 Meter, die Bühne ist 21,50 Meter breit und 6,60 Meter tief. Neben der Halle befinden sich im Gebäude ein zweigeschossiges Foyer mit Bistro, Umkleidekabinen mit Sanitäranlagen, eine Toilettenanlage für Besucher, außerdem Lager- und Technikräume. Das Gebäude ist selbstverständlich barrierefrei und mit einem Aufzug ausgestattet. Neben der Halle entsteht ein Parkplatz für 210 Fahrzeuge. Weitere 25 Parkplätze entstehen auf dem Gelände der Gesamtschule neben der bestehenden Dreifachsporthalle und 15 Plätze entlang der Straße an den Tennisplätzen. In der Busschleife vor der Gesamtschule stehen außerdem 35 Plätze bereit, darüber hinaus besteht bei großen Veranstaltungen die Möglichkeit, auf dem Schulhof Parkplätze anzubieten.
Die Gesamtkosten für die Halle und den benachbarten Parkplatz belaufen sich auf 6,26 Millionen Euro. Damit liegen die Kosten 760.000 Euro über der ersten Berechnung. Die Mehrkosten werden durch den Einsatz von Haushaltsresten aus dem Jahr 2008 gemildert, wodurch de facto 360.000 Euro Mehrkosten auf den Haushalt 2011 zukommen. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass ein solcher Unterschied zwischen der ersten Kostenberechnung und den Ergebnissen der Ausschreibung nicht ungewöhnlich sind. Immerhin ist die erste Kostenberechnung im Grunde immer eine Schätzung.
Die Koordination des kompletten Projektes liegt beim Amt für Gebäudewirtschaft der Stadt und dem Ingenieur- und Architekturbüro Müller und Partner aus Rösrath. Generalunternehmer für den Bau der Mehrzweckhalle ist eine Arbeitsgemeinschaft der Firmen Adolf Lupp GmbH & Co KG aus Nidda und Dr. Fink-Stauf GmbH & Co. KG aus Much. Der Entwurf für die Halle stammt vom Kölner Büro Schulte Architekten.
Historie des Bauprojektes
Die Stadt Hennef hatte 2008 sechs Architekturbüros um Teilnahme an einem Ideenwettbewerb zum Bau der Halle gebeten. Am 24. April 2008 hatten die Büros ihre Konzepte den Mitgliedern des Rates, des Bauausschusses, des Ausschusses für Schule, Kultur und Städtepartnerschaft, des Ausschusses für Senioren, Soziales und Sport, dem Präsidium des Stadtsportverbandes und der Schulleitung der Gesamtschule präsentiert. Am 29. Mai 2008 entschied sich der Bauausschuss für den Entwurf des Kölner Büros Schulte Architekten.















