Home Rhein-Sieg-Kreis Für das Vergangene Dank. Für das Kommende – Ja!
Für das Vergangene Dank. Für das Kommende – Ja!
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Für das Vergangene Dank. Für das Kommende – Ja!

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Mit diesem Zitat von Dag Hammarskjöld verabschiedete sich die Vorsitzende der Geschäftsführung, Marita Schmickler-Herriger, in dieser Woche in den Ruhestand.

Marita Schmickler-Herriger blickt auf eine 17-Jährige Tätigkeit als Agenturleiterin in Bonn zurück: „Bei der Bundesagentur hat es in den letzten 15 Jahren eine Vielzahl von Veränderungen gegeben. Manche haben uns weitergebracht, andere auch nicht – und wir haben sie wieder über Bord geworfen. Der interne Kommunikationsprozess war wohl die größte Herausforderung, um den Veränderungsprozess gut gelingen zu lassen.“

Als größte Wertschätzung empfindet die ehemalige Agenturleiterin, die auf eine insgesamt 40-Jährige BA-Zugehörigkeit blicken kann, den Besuch des Bundespräsidenten im Integration Point Bonn: „Ich erinnere mich noch sehr gerne an den Besuch von Joachim Gauck im Juni 2016. Seine herzliche Art und sein Interesse haben mich beeindruckt. Bei den Gesprächsrunden mit den geflüchteten jungen Menschen und den Arbeitgebern hat Joachim Gauck inhaltliche Akzente setzen können. So forderte er dazu auf, die Integration von geflüchteten Menschen als Gemeinschaftsaufgabe anzunehmen.“

In die Amtszeit von Schmickler-Herriger fielen viele herausragende Ereignisse für die Arbeitsverwaltung in Bonn/Rhein-Sieg. Kurz nach der Umbenennung des Arbeitsamtes in eine Agentur im Jahr 2004, gründeten sich die Arbeitsgemeinschaften (ARGE) Bonn und Rhein-Sieg, die Vorläufer der heutigen Jobcenter.

Besonders wichtig für die Agenturchefin ist die Pflege von Netzwerken. Nach ihrem Verständnis können die ausbildungs- und arbeitsmarktlichen Herausforderungen nur gemeinsam mit den Partnern bewältigt werden. So richtete die Agentur für Arbeit im Krisenjahr 2009 den ersten Runden Tisch Beschäftigung ein, vertiefte die Zusammenarbeit mit den Schulen sowie Hochschulen und engagierte sich im Verbund der Partner gegen die Langzeitarbeitslosigkeit in der Region.

Die Digitalisierung wird auch von der Bundesagentur für Arbeit seit 2012 mit Einführung der eAkte und vielen weiteren Maßnahmen begleitet. Die fehlenden Aktenmeter schufen im Frühjahr 2016 Platz für die Einrichtung eines der drei Integration Points für geflüchtete Menschen in der Arbeitsagentur Bonn. Zuletzt organisierte die Arbeitsagentur Bonn einen Faktor A Business Talk zur Frage, wie wir vor dem Hintergrund der Digitalisierung in Zukunft arbeiten werden. Neben einigen Risiken, betonten die Teilnehmer die Chancen für die neue Arbeitswelt. Voraussetzung sei hierfür aber ein stärkeres Engagement auf den Gebieten der Bildung und Qualifizierung.

Marita Schmickler-Herriger hat sich für ihren (Un-)ruhestand bereits viel vorgenommen, so lernt die vielfältig Interessierte zurzeit Golf spielen: „Zu einem passablen Handicap wird es noch etwas dauern, aber die sportliche Betätigung mit anderen Menschen gefällt mir sehr gut. Nordic Walking und Fitnesstraining gehören genauso dazu, wie die Gartenarbeit. Gerne besuche ich kulturelle Events und fußballinteressiert bin ich auch – ein Wochenende erhält durch einen Sieg des BVB das Sahnehäubchen. Zukünftig möchte ich mich aber auch für die Gemeinschaft engagieren und etwas zurückgeben – jetzt ehrenamtlich.“

Quelle: Bundesagentur für Arbeit