Gefahrguteinsatz
Auslaufender Dieselkraftstoff aus LKW
Lohmar - 07.07.10. Am heutigen Morgen um 10.16 Uhr wurde die Feuerwehr Lohmar zu einem havarierten Lkw alarmiert. Der Fahrer des 40-Tonner Sattelzuges hatte im Rahmen eines Wendemanövers einen Bordstein überfahren. Dabei berührten die Kraftstoffleitungen die Bordsteinkante so unglücklich, dass beide Leitungen aus den links und rechts am Fahrzeug angebrachten Fahrzeugtanks herausgerissen wurden und ca. 600 Liter Dieselkraftstoff ausflossen.
Angehörigen eines benachbarten Betriebes fingen noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr damit an, den auslaufenden Kraftstoff in Eimern und Kunststoffwannen aufzufangen. Mit dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurde diese Maßnahme durch die Feuerwehr fortgesetzt. Da zu diesem Zeitpunkt noch keine geeignete Schutzkleidung zu Verfügung stand, eine großflächige Verunreinigung des nahegelegen Flusses Agger aber unter allen Umständen vermieden werden sollte, ließ es sich nicht verhindern, dass die insgesamt vier Ersthelfer, der LKW-Fahrer und ein Feuerwehranghöriger massiv mit Kraftstoff kontaminiert wurden.
Dieser Umstand führte dazu, dass alle sechs betroffenen Personen zum Ausschluss einer Gesundheitsgefährdung in ein Krankenhaus eingeliefert wurden. Im weiteren Einsatzverlauf wurde durch die Feuerwehr der Brandschutz sichergestellt, ein Kanaleinlauf abgedichtet und ein Wall angelegt, um ein Eindringen von Diesel in die Agger zu verhindern.
Desweiteren wurden ca. 800 qm verunreinigte Verkehrsfläche mit ca. 30 Sack Ölbindemittel abgestreut. Zur Entsorgung des ausgelaufenwn Kraftstoffes, des kontaminierten Bindemittels und zur fachgerechten Reinigung der Verkehrsfläche kamen zwei Fachfirmen aus Neunkirchen-Seelscheid und Euskirchen zum Einsatz. Neben der Polizei zur Unfallaufnahme und Verkehrssicherung, waren auch Vertreter des Ordnungsamtes Lohmar, des Aggerverbandes und der Unteren Wasserbehörde zur Beurteilung der Umweltgefährdung an der Einsatzstelle.
Die Feuerwehr blieb bis zur Bergung des Havaristen durch ein Abschleppunternehmen zur Sicherung vor Ort. Nach ca. fünf Einsatzstunden konnte die Einsatzstelle an die Ordnungsbehörde übergeben werden.













