Jugendliche Packen selber an
Viel neues im Jugendzentrum B21
Mit viel Engagement und Spaß an der Sache haben die Besucher des Jugendtreffs B21 auf dem Stallberg ihre Räume selbst renoviert. „Wir konnten uns selbst was überlegen und dann haben wir einfach losgelegt“, erzählt Ali, 12 Jahre, der besonders begeistert von dem neuen Poster von Michael Jackson ist. Neben dem Anstrich der Wände wurde der Jugendtreff umgeräumt und auch neue Spielgeräte kamen dazu, u.a. ein Tischkicker, der durch eine Spende der Josef-Sebastian-Stiftung angeschafft werden konnte.
Jetzt sind die Jugendlichen noch auf der Suche nach ein paar gut erhaltenen Sofas und einem Wohnzimmertisch. „Wir hoffen, wir bekommen da noch was gutes – nicht so Omasachen wie wir jetzt haben“, betont Alexander, ebenfalls 12 Jahre alt, und schaut auf die schon in die Jahre gekommenen Sofas. Falls sie zuhause noch eine Couch oder einen Tisch haben, melden Sie sich doch einfach beim Leiter der Einrichtung, Herrn Stefan Bönninghausen, unter der Telefonnummer: 02241 – 61126.
Ebenfalls fleißig waren die Besucher des Jugendzentrums B21 in der Siegburger Nordstadt. Sie wollten unbedingt eine neue Spielekonsole haben und bekamen von den Mitarbeitern des Jugendzentrums die Möglichkeit sich diese zu verdienen. „Hintergrund dieser Aktion war der Gedanke, dass die Jugendlichen den Wert der Neuanschaffungen zu schätzen lernen und nicht immer nur konsumieren. Außerdem erhoffen wir uns von der Aktion, dass die Jugendlichen sich das erarbeitete auch besser pflegen. Schließlich war es ein hartes Stück Arbeit von über zwei Monaten bis die Jugendlichen sich die gesamte Ausrüstung verdient hatten“, erklärt Stefan Bönninghausen und zeigt sich dabei sichtlich stolz auf die Jugendlichen. Insgesamt mussten die Jugendlichen 500 Punkte, stellvertretend für den Anschaffungswert von € 500,-, verdienen. Dies ging u.a. mit Aufräumaktionen, Thekendienst, aber auch mit Zusammenfassungen von Ausleihbüchern, die den anderen Besuchern zur Verfügung gestellt werden, und besonders hilfreiches Verhalten untereinander. Absolut fleißigster Jugendlicher mit über 140 Punkten war Suleyman Kedik, 16 Jahre. „ Ich wollte die WII unbedingt haben, es ist wichtig, dass wir im Jugendzentrum was neues zum Spielen bekommen, dann wird es nie langweilig und wir bauen keinen Mist“, erklärt er auf die Frage warum er so engagiert gearbeitet hat.
„Durch die ganze Arbeit habe ich gemerkt, dass man im Leben nichts geschenkt bekommt. Die anderen Kinder und Jugendlichen und ich haben uns durchgebissen und dafür gekämpft, dass wir die WII bekommen. Darauf bin ich stolz.“ erzählt Suleyman sichtlich stolz weiter und geht freudig seinen neuen Lieblingsbeschäftigungen nach: Fußballspiel auf der Spielekonsole. Bereits jetzt haben die Jugendlichen einen neuen Herzenswunsch und engagieren sich dafür: Als nächstes soll ein Fitnessraum her.
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