Wohnungsbrand
Drei Verletzte und ein toter Hund
Siegburg - 29.12.2011. Wohnungsbrand gestern abend in der Camille-Körner-Straße nahe der Justizvollzugsanstalt. Vermutlich durch elektrischen Defekt in einem Backofen kam es zu einer Überhitzung der darüber liegenden Arbeitsplatte und des umgebenden Schrankes. Die Wärmeeinwirkung brachte Teile des Holzes zum Glimmen und zum Verkohlen des Backofens. Durch die Rauchentwicklung in Küche und angrenzenden Zimmern kam der Hund der dort lebenden Familie ums Leben. Die Bewohner hatten das Haus gegen 14.30 Uhr die Wohnung verlassen und kamen erst kurz nach 19 Uhr wieder zurück.
Zunächst fiel ihnen auf, dass Teile der elektrischen Anlage nicht mehr funktionierten. Beim Betreten der Wohnung entdeckten sie das Malheur. Das Feuer war zwischenzeitlich aus, da sich rechtzeitig die elektrische Anlage abgeschaltet hatte. Doch große Teile der Wohnungseinrichtung sind durch den Rauch beschädigt. Die über Sirenen um 19.09 Uhr alarmierte ehrenamtliche Feuerwehr brauchte nicht mehr auszurücken, da frühzeitig durch den Einsatzleiter der Hauptwache die Rückmeldung "Feuer aus" kam.
Drei Bewohner hatten durch die Rückstände des Brandrauchs leichte Atembeschwerden und wurden nach Kontrolle durch den Rettungsdienst ins Siegburger Krankenhaus gebracht. Feuerwehr-Leiter Thomas Glatz weist auf die Gefahren durch Gifte aus Brandrückständen hin: Die oft ölig schwarz scheinenden Ablagerungen auf Möbeln und anderem Inventar seien sehr geruchsintensiv ("Aromaten") und in aller Regel hochgiftig. Glatz: "Reinigungsarbeiten in Eigenregie durchzuführen ist problematisch und ohne fehlende Schutzkleidung hochgefährlich." Hier sei die Fachkompetenz spezialisierter Firmen "unbedingt" gefragt! Die Kosten für die Reinigung übernehme eine Hausratversicherung.
Diese sei eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt, denn: "Selbst kleine Brandgeschehnisse können durch intensive Rauchentwicklung zum Totalverlust der Wohnungseinrichtung führen!" Feuerwehreinsatz auch heute morgen: In der Siegstraße wurde gegen 7.15 Uhr eine hilflose Person hinter verschlossener Tür gemeldet.
Der Erkrankte konnte diese bei Eintreffen von Rettungsdienst und Feuerwehr aber noch selbst öffnen. Er wurde erst vor Ort versorgt, kam dann ins Krankenhaus.
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