Weiße Lämmer, schwarze Schafe
"Besser weihnachten", Teil I: Spenden
Weihnachten naht, die Kassen klingeln. Die umsatzreichste Zeit im Jahr birgt Risiken für den Konsumenten. Was ist qualitativ hochwertig, was erfüllt Nachhaltigkeitskriterien? Die Verbraucherzentrale weiß Rat. In der Reihe "besser weihnachten" stellen wir Ihnen die Tipps der Experten vor und beginnen heute mit dem Thema "Spenden".

Wenn es an der Haustür klingelt oder man an Ständen auf der Straße bedrängt wird, sollten sich Spendenwillige nie unter Druck setzen lassen. Spenden ist freiwillig! Fotos von Folteropfern, hungernden Kindern oder gequälten Tieren sind möglicherweise gestellt. Aufdringlichen und primär auf das Gefühl zielenden Werbern die kalte Schulter zeigen! Wer eine Organisation nicht kennt und unsicher ist, ob seriöse Spendensammler am Werk sind, lässt sich neben Informationsmaterial auch ein Antragsformular oder einen Überweisungsträger zuschicken und überdenkt die Entscheidung daheim in Ruhe.
Die meisten seriösen Sammler können zudem einen Geschäftsbericht vorweisen, der darüber informiert, wofür das Geld aus Spenden oder Mitgliedsbeiträgen ausgegeben wurde. Ist eine Organisation als gemeinnützig anerkannt, ist dies ein Indiz für ihre Seriosität. Karitativ anerkannte Spenden können steuerlich abgesetzt werden. Stichwort Internet: Eine eigene Homepage ist kein Garant für Glaubwürdigkeit! Professionell gestaltete Internetseiten gaukeln bisweilen einen vertrauenswürdigen Eindruck vor, doch ist man erst nach einem Blick hinter die Kulissen schlauer. Im Impressum sollten ein Ansprechpartner und eine "ordentliche" Adresse genannt sein. Ist schon das nicht der Fall - Finger weg! Vorsicht auch bei Fördermitgliedschaften, die von angeblich wohltätigen Hausierern feilgeboten werden. Oft fließt nur ein kleiner Teil der Beträge in Hilfsprojekte. Den weitaus größeren Batzen verschlucken Werbung und Verwaltung. Um die weißen Lämmer von den schwarzen Schafen zu unterscheiden, klicken Sie auf die Seite des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) in Berlin, erreichbar über nachstehenden Link. Das DZI hat mit Hilfe eines Spenden-Siegels mehr als 260 überwiegend soziale Organisationen als förderungswürdig anerkannt. Wer in der Nachbarschaft Gutes tun möchte, meldet sich beim nächsten Kindergarten und fragt nach der Bankverbindung des Fördervereins!
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