Theaterprojekt
„Verrückter Professor“ motiviert Schüler der Richard-Schirrmann-Schule
Theaterprojekt fördert Kompetenzen und Selbstwertgefühl der Kinder
Am letzten Schultag vor den Osterferien hieß es: „Vorhang auf und Bühne frei“ in der Richard-Schirrmann-Schule in Hennef. Unter der Leitung von Klassenlehrerin Ulla Mösta und Projektleiter Christoph Epperlein führten neun Schüler der Klasse 4 das Theaterstück „Das Rattenfängerprojekt“ von Gabriela Seba auf.
Das spannende Stück handelt von dem verrückten Professor Mezotti, der plant, mit einer Kindervernichtungsmaschine alle Kinder in Erwachsene zu verwandeln, da sie für ihn „widerliche Würmer“ und „kleine Monster“ sind. Bevor es jedoch zur Verwandlung kommt, schaffen es kluge Köpfe, das zu verhindern. Sie „hacken“ den Computer des Professors und sorgen zu für ein Happyend der Geschichte.
Entstanden war das Theaterprojekt, weil die Klasse der Förderschule des Rhein-Sieg-Kreises mit Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung einen Beitrag zum alljährlichen Theaterfestival der Schulen im Siegburger Stadtmuseum leisten wollte, aber aufgrund der eigentlichen Länge der Stückes dort im Februar nur einen kleinen Ausschnitt zeigen konnte.
Dieser „Appetithappen“ löste bei den Schülern eine solch starke Motivation aus, dass sie beschlossen, das gesamte Stück einzustudieren und in ganzer Länge vor Mitschülern, Eltern und geladenen Gästen in der Förderschule „ur“-aufzuführen. Unter den Gästen waren auch der Schuldezernent des Rhein-Sieg-Kreises, Thomas Wagner, der Kreisschulamtsleiter Hans Clasen, und die Vorsitzende des Ausschusses für Schule und Bildungskoordinierung, Heidi Rackwitz-Zimmermann.
In den Wochen zuvor hatten die Kinder in vielen Stunden das Theaterstück einstudiert und besonders in den Tagen vor der Aufführung geübt, bis jeder Satz saß. Schulleiter Jürgen Heinzer berichtete, dass das Theaterspielen den Kindern einfach nur Spaß gemacht habe. „Außerdem werden beim Theaterspielen gleichzeitig in vielfältiger Weise Kompetenzen wie Konzentrationsfähigkeit, Disziplin, partnerschaftliches Denken und die Verbesserung des Selbstwertgefühls gefördert“, erläuterte er das pädagogische Konzept.
Mit viel Applaus wurden die kleinen Schauspieler nach Beendigung der Aufführung bedacht und erhielten als Anerkennung für die grandiose Darbietung von ihrem Schulleiter eine Ehrenurkunde.
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