Ronja Räubertochter am 1. Mai in Lohmar-Wahlscheid
Am 1. Mai 2010 ziehen die Räuber ein in den Landschaftsgarten Aggerbogen.
Kraftvolle Nordische Poesie, kindgerechte Weltliteratur über Gut und Böse, Natur und Vernunft, Familie und Freundschaft, Angst, Mut, Erwachsenwerden.
Das 1981 von Astrid Lindgren verfasste Buch Ronja Räubertochter gehört zu ihren meistbeachtesten Büchern und zu den schönsten Kinderbüchern weltweit. Die Aufführung der Ev. Kirchengemeinde Wahlscheid als Eröffnung der Lohmarer Kulturtage wird ein spannendes Spektakel für die ganze Familie.
Ronja lebt mit ihrem Vater, dem Räuberhauptmann Mattis und ihrer Mutter Lovis in einer Räuberburg. Rings um im Wald hausen merkwürdige Gestalten, die sie lehren sich in der Welt zu behaupten. Ronja wird stark und mutig und schlägt sich wacker im rohen Räuberleben. Doch eines Tages trifft sie auf Birk Borkason. Ausgerechnet der Sohn der verfeindeten Räubersippe wagt es, sich mit seinen Eltern und der ganzen Horde in einen durch Blitzschlag vom Hauptbau abgetrennten Gebäudeteil der Mattisburg einzunisten.
Dieser Burg-Teil wird seitdem als Borkafeste bezeichnet.
Ronja und Birk werden rasch beste Freunde, sehr zum Ärger ihrer verfeindeten Eltern, die sich gegen die tiefe Freundschaft der Kinder stellen. Als der Konflikt zwischen den beiden Sippen eskaliert, ziehen Ronja und Birk gemeinsam in eine Höhle im Wald. Mattis' Sehnsucht nach seiner Tochter bewegt ihn schließlich dazu, mit Borka in Dialog zu treten, um den Konflikt zu lösen. Wird die Freundschaft der beiden Kinder den Hass der Eltern überwinden?
Ein spannendes Drama mit fast 100 Beteiligen, professioneller Bühnentechnik, Fackeln, Spezialeffekten, Tieren und jeder Menge Herz. Graugnomen mit leuchtenden Augen schleichen durch den Auenwald an der Agger, Unterirdische tanzen im dichten Nebel. Über allem ragt der extra für diesen Tag aufgebaute Turm der Mattisburg.
Seit Beginn dieses Jahres proben die Laiendarsteller an den urtümlichen Tänzen und kraftvollen Gruppenszenen. Kinder und Erwachsene, ganz wie es das Stück vorschreibt, haben sich zu einer fleißigen Theaterfamilie zusammengefunden. „Denn emotional geht es da schon ziemlich zur Sache“ so Wenzel, „wenn es darum geht die Beziehung zwischen Tochter und Vater auf die Probe zu stellen, ist das keine leichte Aufgabe für die Darsteller.“
Den Part der Ronja übernimmt die 14 jährige Julia Funke. Diese war schon in verschiedenen Hauptrollen in Wahlscheid zu sehen. Zuletzt als Kleine Hexe in Ottfrid Preusslers Kindermusical. Vor der Arbeit im Freien hat Julia keine Angst: wenn es richtig regnet müssen wir halt aufpassen, dass wir nicht vom Turm fallen, aber sonst, (sie lacht) solange die Mikros und Scheinwerfer mitspielen gehen wir nicht ins Forum.“ Dies ist natürlich direkt nebenan als Ausweichspielstätte freigehalten. Aber regnen wird es sicher nicht. Da ist man sich einig. Manuela Gianetti von der Naturschule verspricht ein zünftiges Räuberfest an der Naturschule.
Die künstlerische Leitung für dieses Naturspektakel liegt in den Händen des in Wahlscheid beheimateten Regisseurs Lajos Wenzel. Nach Engagements am Nationaltheater Weimar, der Badischen Landesbühne, dem Schlosstheater Celle und vielen anderen renommierten Bühnen mehr, ist Wenzel seit einem Jahr Oberspielleiter der Kammeroper Köln. In dieser Position zeichnet er erstmalig in diesem Sommer auch verantwortlich für das „Klassik Open Air“ in der Burg Monschau in der Eifel. Doch Wahlscheid und die hiesige Freilichtaufführung ist für Wenzel eine „Herzensangelegenheit. Es ist unglaublich, mit wie viel Kraft und Liebe zum Detail hier eine große Gemeinschaft bei der Sache ist“ schwärmt der 30 jährige. „Wir haben ja hier mehr Profis als jedes Profitheater. Wo sonst findet sich in der Elternschaft ein Schreinermeister für die Bauten, eine Tiefbauzeichnerin für die Logistik. Ein Schlosser, eine Schneidermeisterin, ein Gerüstbauer, eine Friseurmeisterin und und und. Und das Beste, alle sind mit Leidenschaft dabei. Für ihre Kinder und für das gemeinsame Ziel.“
Der Eintritt zu den zwei einzigen Vorstellungen am 1. Mai um 17 und 19 Uhr ist kostenlos. Wer sich eine Decke oder ähnliches mitbringt, kann ganz nah am Geschehen sein.
Aus organisatorischen Gründen wird für die Sitzplätze auf der überdachten Tribüne allerdings um eine symbolische Sitzplatzreservierung für 2€ gebeten. Sitzplatzkarten bekommen sie ab sofort bei jedem Chormitglied, im Ev. Gemeindebüro Wahlscheid unter www.wahlscheid.com oder telefonisch unter 02206 5033 (Fam. Möschler)
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