„Ich werde was ich will“
Berufsbörse für Mädchen gab Entscheidungshilfen
Motivieren, neugierig machen und das Selbstbewusstsein stärken, um nach dem Schulabschluss die richtige Berufswahl treffen zu können – das war Ziel der Berufsbörse für Mädchen, die am 16. November 2011 in der Jugendfreizeitstädte Meckenheim, Siebengebirgsring 2, stattgefunden hat.
Etwa 110 Schülerinnen der 8. Klasse aus den Haupt- und Förderschulen im linksrheinischen Kreisgebiet nahmen einen ganzen Vormittag die Gelegenheit wahr, sich entsprechend des Veranstaltungsmottos „Ich werde was ich will“ zum Thema Berufsorientierung zu informieren.
Die Berufsbörse für Mädchen im linksrheinischen Kreisgebiet wurde von der Koordinierungsstelle für Jugendberufshilfe im Kreisjugendamt in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle des Rhein-Sieg-Kreises, der Jugendfreizeitstätte Meckenheim sowie der Stadt Meckenheim veranstaltet.
„Die Berufsbörse für Mädchen will bei der Entscheidung rund um Ausbildung und Lebensplanung Hilfestellungen geben und auch die geschlechtsspezifischen Rollenklischees aufbrechen. So haben die Mädchen heute die Möglichkeit, in viele unterschiedliche, vor allem auch Frauen untypische Berufsbereiche hineinzuschnuppern und dabei praktische Erfahrungen zu sammeln“, erläuterte die Gleichstellungsbeauftragte des Rhein-Sieg-Kreises, Irmgard Schillo, das gemeinsame Anliegen der Organisatoren.
Deshalb stand vor allem Handwerkliches auf dem Programm. Die Berufsbörse gab somit den Mädchen die Chance, neben frauentypischen Berufen in Bereichen wie Krankenpflege und Hauswirtschaft auch Berufsbereiche kennen zu lernen, die Mädchen bei ihrer Berufswahl nur selten in Betracht ziehen: Glashandwerk, Garten- und Landschaftsbau, Farb- und Raumgestaltung, Holzhandwerk sowie Elektro- und Metalltechnik. An den verschiedenen Ständen konnten sich die Mädchen zu den jeweiligen beruflichen Möglichkeiten informieren und unter Anleitung von Fachleuten Schlüsselanhänger aus Messing und Kupfer, Spiegel mit Tiffany-Glas und Holzbilderrahmen erstellen. Unter dem Motto „Mir geht ein Licht auf“ wurden durch die Mädchen am Stand für Elektrotechnik Netzstecker angeschlossen und Verteilerdosen verklemmt.
Ergänzt wurden diese handwerklichen Angebote durch allgemeine Informationen zur Berufswahl und Lebensplanung, Tipps und Training rund um das Thema Bewerbung sowie nützliche Kontaktadressen.
Die Vielfalt der beruflichen und informellen Angebote ermöglichten: Deutsche Angestellten Akademie (DAA), Bonn, DRK Schwesternschaft „Bonn“ e.V., Verein für Europäische Sozialarbeit, Bildung und Erziehung (VESBE e.V.), Bonn, lernen fördern Kreisverband Rhein-Sieg e.V., Siegburg, Institut für Betriebsorganisation und Informationstechnik GmbH (InBIT), Siegburg, Handwerkerinnenhaus Köln e.V., Köln, Berufskolleg Sankt Ansgar, Hennef und die Beratungsstelle pro familia, Bonn/Rhein-Sieg. Mitarbeiterinnen der Stadt Meckenheim boten neben wissenswertes rund um die EDV informatives über die Jugendarbeit vor Ort und ein Genderquiz an.
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