Gefahren im Chatroom begegnen
Chatten im Internet, in Foren Neuigkeiten austauschen und auf diese Weise Kontakte knüpfen, ist für Jugendliche heute eine alltägliche und selbstverständliche Freizeitbeschäftigung. Doch der Umgang mit diesem Medium birgt durchaus auch Gefahren. Mädchen und Jungen für diese Gefährdungen zu sensibilisieren, eigene Gefühle wahr- und ernst zu nehmen und damit das Selbstbewusstsein zu stärken war Ziel eines Projektes, das jetzt in der Realschule in Much durchgeführt wurde.
Entwickelt wurde das Präventionsprojekt „Chatten im Internet(T)!?“ für Mädchen und Jungen, damit sie einen kritischen Umgang mit dem Medium Internet erlernen. Dazu gehört die Aufklärung über die Gefahren sexualisierter Gewalt und wie Täter agieren, so dass sie auf die Situation einer anonymen Ansprache vorbereitet sind. Dadurch werden die Jugendlichen ermutigt, ihr Recht auf Selbstbestimmung auch im Internet wahrzunehmen.
Die Referenten Anja Brückner-Dürr und Rainer Krohn von der Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt Bonn, die das Projekt auch entwickelt haben, vermittelten den Schülerinnen und Schülern der 6. Jahrgangstufe in der Realschule Much sowohl Basisinformationen über Chat, Chatverhalten und die Gefahren im Netz, aber auch welche Schutzmöglichkeiten und Hilfssysteme es gibt.
In mehreren Unterrichtsstunden wurde sowohl geschlechtsdifferenziert, aber auch im Klassenverband gearbeitet und mit dem Angebot einer Sprechstunde ergänzt. Im Vorfeld des Projektes wurden Lehrer und Eltern durch Informations- und Fortbildungsveranstaltungen miteingebunden.
Das Projekt wurde in Zusammenarbeit von Realschule Much, dem Jugendhilfezentrum des Rhein-Sieg-Kreises für Neunkirchen-Seelscheid/Much/Ruppichteroth und der Gleichstellungsbeauftragten des Rhein-Sieg-Kreises umgesetzt.
Finanziell unterstützt wurde das Projekt durch eine Spende der Stiftung „Für uns Pänz“ der Kreissparkasse Köln in Siegburg.
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