Auftakt in der Aula
Jetzt acht Info-Abende zur zukünftigen weiterführenden Schullandschaft
Zu dem vom städtischen Schulausschuss Ende September einstimmig beschlossenen umfangreichen Informations- und Beteiligungsprozess zur weiterführenden Schullandschaft in Siegburg fand am Mittwochabend in der Aula des Gymnasiums Alleestraße die Auftaktveranstaltung statt.
Knapp 100 Vertreter der Schulen und Kindergärten sowie interessierte Eltern nahmen teil. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Franz Huhn erläuterte Schuldezernent und Beigeordneter Andreas Mast die aktuelle Situation der weiterführenden Schulen in Siegburg. Für den anschließenden Überblick über die Schullandschaft in NRW hatte die Stadtverwaltung Raimund Patt als externen Berater gebucht.
Patt erläuterte die derzeit bestehenden Schulformen in NRW und warf einen Blick auf die neue Schulform der Sekundarschule. Diese war im Rahmen des 6. Schulrechtsänderungsgesetzes Mitte dieses Jahres im Land eingeführt worden. Auch für die brennenden Fragen der Eltern nahm sich Patt viel Zeit. Etwa: Was sind die Unterschiede zwischen einer Sekundar- und einer Gesamtschule? Zum Beispiel: Die Gesamtschule hat eine eigene Oberstufe, die Sekundarschule kooperiert mit den bestehenden Gymnasien. Oder: Wie sehen die Lehrpläne aus? Das steht im Detail noch nicht fest, orientiert sich aber an denen der Gesamtschule. Oder: Wie wirkt sich die Gründung einer Sekundarschule auf die bestehenden weiterführenden Schulen in Siegburg aus? Das muss im Rahmen der augenblicklich von der Stadt erarbeiteten Schulentwicklungsplanung untersucht und in den Prozess eingespeist werden.
Nach dem gelungene Auftakt eines breit angelegten Meinungsbildungsprozess, an dem sich alle an Schule in Siegburg beteiligten Gruppierungen beteiligen, finden Anfang nächsten Jahres entsprechende Informationsabende in den acht Grundschuleinzugsbereichen in kleinerem Rahmen statt. Die Eltern aus dem Bezirk werden durch die Verwaltung rechtzeitig eingeladen und erhalten erneut die Möglichkeit, sich umfassend zu informieren. Alle Eltern der bereits heute geborenen Kinder bis einschließlich der Kinder, die sich im 4. Schuljahr befinden, werden einbezogen. Der Prozess gipfelt dann in einer Elternbefragung, die nach den kommenden Sommerferien 2012 stattfinden soll. Der genannte Kreis der Eltern erhält dann die Möglichkeit, sich für die weiterführende Schulform seiner Wahl auszusprechen. Das Ergebnis der Umfrage wird dann im Schulausschuss diskutiert. Die Auswirkungen für die weiterführende Siegburger Schullandschaft könnten dann zum Schuljahr 2013/2014 umgesetzt werden.
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