Amelie Fried über Kinder und Karriere
"Eine Windige Affäre" eröffnet die Literaturwochen
Eine interessante Frau, eine spannende Geschichte, fünf Sänger fürs amüsante Drumherum: Das bei der Eröffnung der Literaturwochen am Mittwochabend verfolgte Konzept ist Jahrtausende alt, begeistert aber auch im Jahre 2011 nach Christi Geburt.
Vor ausverkauftem Haus stellte die Journalistin und Schriftstellerin Amelie Fried "Eine Windige Affäre" im Stadtmuseum vor. In dem Roman wird die Titelheldin Katja von ihrem Chef zur Verantwortlichen für ein Windkraftprojekt in Litauen gemacht. Trotz ihrer Zweifel, ob die Kinder schon groß genug sind, nimmt sie die Herausforderung an - und alles geht schief. Sie ist entsetzt über die litauischen Geschäftspraktiken und die ausgeflippte Mutter, die daheim Öl ins familiäre Chaos gießt.
Sie selbst habe das Familie-Karriere-Dilemma immer wieder leidvoll erfahren müssen und bei vielen Entscheidungen ein schlechtes Gewissen den Kindern gegenüber gehabt, so Fried zu ihrem ganz persönlichen Antrieb, den Roman zu verfassen. Das Buch sei auch aufgrund umfangreicher Recherchen in Litauen an vielen Stellen realitätsbezogen, da sie umfangreich in Litauen recherchiert habe, weit vor Fukushima und der Hinwendung zur Windenergie. Mit launigen Worten und Anekdoten aus 32 Jahren Literaturbetrieb hatte zuvor Bürgermeister Franz Huhn am Vorabend seines 60. Geburtstages die Besucher begrüßt. Er erinnerte etwa an das Zusammentreffen mit Ephraim Kishon, der zunächst eine extra-heiße Hühnersuppe bestellte, um sie später mit Eiswürfeln zu kühlen.Nicht nur Amelie Fried, auch die A-cappella-Gruppe "Die Kellner" (die fünf Sänger vom Anfang) wurden gefeiert und beschlossen ihr Programm mit dem "Hallelujah" von Leonhard Cohen.
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