Afghanistan Konferenz Bonn
Polizeiliche Bilanz
Bonn - 05.12.2011. Die vergangenen Tage in Bonn und rund um den Petersberg waren geprägt von den Ereignissen der Internationalen Afghanistan Konferenz. 10 Jahre nach der ersten Konferenz trafen sich hochrangige Repräsentanten der internationalen Staatengemeinschaft, der Bundesrepublik Deutschland und über 1000 Delegierte in der Bundesstadt Bonn.
Dieses Treffen stellte die Bonner Polizei nur acht Wochen nach dem Deutschlandfest erneut vor eine große Herausforderung. Der Schutz der Konferenz und der begleitenden Veranstaltungen sowie die Sicherheit der Staatsgäste waren die vorrangigen Ziele, die sich die Bonner Polizei gesetzt hatte. Darüber hinaus galt es neben der Großdemonstration am 03.12. zahlreiche Aufzüge, Mahnwachen und Kundgebungen zu schützen, aber auch Störungen durch demonstrative Aktionen auszuschließen.
Die anhaltende Bedrohung durch den islamistischen Terrorismus, die hohe Gefährdung der Gäste und angekündigte Störaktionen der linken Szene machten umfangreiche Maßnahmen erforderlich. Dadurch wurden massive Einschränkungen für die Bürgerinnen und Bürger sowie erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen unvermeidbar.
Um diese aber doch so gering wie möglich zu halten, informierte die Bonner Polizei frühzeitig mit 20.000 Flugblättern, durch persönliche Gespräche mit besonders betroffenen Institutionen, vor allem aber über umfangreiche Veröffentlichungen im Internet und in der Presse (siehe hierzu Pressemeldungen PP Bonn vom 25. und 29.11.2011).
Während der Einsatztage stand das Bürgertelefon nicht still. "Wir konnten mehr als 3000 Ratsuchenden weiterhelfen und der überwiegende Teil zeigte sich verständnisvoll und war mit unserem Service zufrieden", so Polizeihauptkommissar Christoph Schnur, der mit vier weiteren Kolleginnen und Kollegen diesen Ansturm bewältigte.
Es kam zu den angekündigten, in einigen Bereichen erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen, die auch Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr zur Folge hatten. Am Morgen kam es auf den Autobahnen rund um Bonn zu Stauungen, die nicht im Zusammenhang mit den Kolonnenfahrten der Delegationen standen, sondern auf Verkehrsunfälle zurückzuführen waren.
"Die überwiegende Anzahl der Verkehrsteilnehmer zeigte sich gut informiert, folgte offensichtlich den Empfehlungen der Polizei, reagierte geduldig auf die Beeinträchtigungen und trug damit zu einem nicht unerheblichen Teil zum Gelingen des polizeilichen Konzeptes bei," so der Polizeiführer LPD Helmut Pfau.
Mehr als 4000 Beamtinnen und Beamte bewältigten an den bislang fünf Einsatztagen vielfältige Aufgaben: Sie brachten die 1000 Konferenzteilnehmer mit mehr als 100 Kolonnenfahrten sicher, nahezu reibungslos und zeitgerecht zu den offiziellen Terminen und zum Hauptkonferenzort, dem WCCB. Bei etlichen demonstrativen Aktionen sorgten sie für einen insgesamt friedlichen und störungsfreien Verlauf.
"Trotz der Belastungen durch den mehrtägigen Einsatz und dem teils widrigen, kühlen Regenwetter zeigten sich alle eingesetzten Kräfte hoch motiviert. Das war eine hervorragende Teamleistung", so LPD Helmut Pfau.
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